Sommerlicher Monatsbeginn
Wetter im Mai bringt laut Meteorologe „Voll-Sommer“ – doch in einigen Regionen steigt die Unwetter-Gefahr
Nach einer kalten und nassen zweiten Aprilhälfte könnte der Mai mit sommerlichen Temperaturen starten. Doch mancherorts in Deutschland wird es stürmisch.
Frankfurt – „Der April macht, was er will“. Selten in den letzten Jahren war der alte Spruch passender, als 2024. Das Wetter im April war nämlich geprägt von anfänglicher Rekordhitze, später dann starker Abkühlung, Regen, Stürmen und nur gelegentlichem Sonnenschein. Nun scheinen die kühlen, wieder sommerlichen Temperaturen gewichen. Wetter-Fachmann Dominik Jung wagt einen Ausblick auf die ersten Tage im Mai.
Mai-Prognose für Deutschland-Wetter: Sommerliche Temperaturen im Anmarsch
Der April war nicht nur gegen Ende besonders kalt, sondern auch feucht. Die durchschnittliche Temperatur betrug 9,5 Grad Celsius, berichtet Diplom-Meteorologe Jung bei wetter.net. Im Vergleich zum Klimamittel der Jahre 1991 bis 2020 liegt das 0,9 Grad darüber.
Doch der Mai bringt Hoffnung: „Die Luft wird wärmer in den nächsten Tagen“, sagt der Wetterexperte voraus. Mehrere Sommertage stehen bevor. „Die Temperaturen steigen an, in Richtung 25-Grad-Marke.“ Höchsttemperaturen „nahe der 30 Grad“ sind ebenfalls möglich. Der „Voll-Sommer“, wie Jung ihn bezeichnet, wird vor allem im Osten und im östlichen Teil des Südens von Deutschland erwartet. Das Wetter dürfte einer Wanderung am 1. Mai, dem Tag der Arbeit, dort keinen Dämpfer verpassen.
| Temperaturprognose der nächsten fünf Tage | deutschlandweite Höchstwerte |
|---|---|
| Dienstag, 30. April | 18 bis 29 Grad |
| Mittwoch, 1. Mai | 19 bis 29 Grad |
| Donnerstag, 2. Mai | 17 bis 29 Grad |
| Freitag, 3. Mai | 18 bis 26 Grad |
| Samstag, 4. Mai | 16 bis 22 Grad |
Quelle: Deutscher Wetterdienst (DWD)
„Kann regional ordentlich krachen“ – Gefahr von Unwettern mit Hagel, Starkregen und Tornados nimmt zu
Die Situation im Westen und Südwesten sieht anders aus: Während im Osten und Süden ideales Badewetter erwartet wird, könnte es auf der anderen Seite Deutschlands heftig werden. Dort steigt die Gefahr für Unwetter bereits ab Montag (29. April) und soll bis Donnerstag (2. Mai) anhalten. „Es kann regional ordentlich krachen“. Hagel, Starkregen und schwere Sturmböen, die sich zu Tornados entwickeln können, sind möglich.
Auch der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt vor starken Gewittern in diesen Regionen, insbesondere in Rheinland-Pfalz, dem Saarland und Baden-Württemberg. Bereits Mitte April gab es Warnungen vor Tornados in Deutschland.
Trotz allem sollen die Temperaturen im ganzen Land hauptsächlich zwischen 20 und 30 Grad liegen, zumindest bis Samstag, den 4. Mai. Danach sollen sie etwas auf 15 bis 18 Grad fallen. Laut Jung wird das Wetter wechselhafter. Doch die eisige Luft, die in der letzten Aprilwoche für Winterstimmung sorgte, soll im Mai zunächst ausbleiben. Die Temperaturen sollen nicht unter 15 Grad fallen, so Jung. Mitte Mai stehen traditionell auch die Eisheiligen an, die sich dieses Jahr allerdings gehörig verspäten dürften. (asc, jm)
Rubriklistenbild: © Axel Jahnke/zoonar.com/Imago Screenshot DWD
