Kolumne vom Meteorologen Dominik Jung
Wetter-Chaos Richtung Ostern: Prognosen spielen verrückt – Schnee, Kälte oder plötzlich Frühsommer?
Die Wettermodelle schlagen Kapriolen: Von Schneeschauern bis zu fast sommerlichen Temperaturen ist alles dabei. Was steckt dahinter? Eine Wetter-Kolumne von Dominik Jung.
Die neue Woche startet ausgesprochen wechselhaft und deutlich zu kühl für die Jahreszeit. Am Montag dominieren dichte Wolken, dazu fällt verbreitet Regen, teils auch mit eingelagerten Gewittern. In höheren Lagen ab etwa 700 bis 900 Metern geht der Niederschlag häufig in Schnee über. Die Temperaturen erreichen lediglich 6 bis 13 Grad. Dazu weht ein frischer Nordwestwind, in exponierten Lagen sind auch stürmische Böen möglich. In der Nacht zum Dienstag kühlt es spürbar ab, besonders im Bergland kommt es weiterhin zu Schneeschauern, während es andernorts zumindest zeitweise aufklart.
Wechselspiel aus Sonne, Schauern und Schnee zur Wochenmitte
Am Dienstag (31. März) bleibt es unbeständig mit einem Mix aus Sonne, Wolken und wiederholten Schauern. Oberhalb von rund 700 Metern fällt weiterhin Schnee, besonders im Süden kann es länger winterlich bleiben. Die Höchstwerte liegen nur bei etwa 6 bis 12 Grad, im Bergland kaum über dem Gefrierpunkt. Auch zur Wochenmitte zeigt sich ein geteiltes Bild: Während es im Norden und Westen häufiger sonnig ist, halten sich im Süden und an den Alpen noch Wolken und einzelne Schneeschauer. Die Temperaturen steigen leicht an und erreichen etwa 4 bis 15 Grad. In den Nächten bleibt es kalt mit örtlichem Frost.
Richtung Ostern langsame Beruhigung, aber neue Unsicherheiten
Ab Gründonnerstag (2. April) setzt sich allmählich freundlicheres Wetter durch. Besonders im Norden und Westen zeigt sich häufiger die Sonne, während es im Süden noch länger wolkig bleibt. Die Temperaturen steigen moderat auf etwa 5 bis 15 Grad. Karfreitag (3. April) verläuft meist trocken und freundlich mit Werten zwischen 9 und 16 Grad. Doch schon am Karsamstag (4. April) zieht von Nordwesten her erneut ein Störungsgebiet durch, das zeitweise Regen bringt. Erst ab Ostersonntag (5. April) deutet sich eine stabilere und deutlich mildere Phase an, vor allem im Süden mit zunehmend sonnigem Wetter.
Warum die Prognosen aktuell so stark schwanken
Warum die Prognosen aktuell so stark schwanken, liegt vor allem an der komplexen Großwetterlage. Kalte Luft aus dem Norden trifft auf mildere Luftmassen aus dem Süden, während sich gleichzeitig mehrere Tiefdruckgebiete über Europa verlagern. Diese Konstellation sorgt dafür, dass schon kleine Verschiebungen große Auswirkungen auf Temperatur und Niederschlag haben. Zudem nimmt die Vorhersageunsicherheit im Frühling generell zu, da die Atmosphäre deutlich dynamischer ist als im Winter. Deshalb tauchen in den Modellen sowohl Kälterückfälle als auch frühsommerliche Szenarien auf – ein typisches Übergangsphänomen dieser Jahreszeit.
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