Um Ihnen ein besseres Nutzererlebnis zu bieten, verwenden wir Cookies.
Durch Nutzung unserer Dienste stimmen Sie unserer Verwendung von Cookies zu.
Weitere Informationen
Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.
Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für
. Danach können Sie gratis weiterlesen.
Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.
Kolumne vom Meteorologen Dominik Jung
Tornadogefahr am Wochenende? Warum Meteorologen warnen – und welche Regionen im Fokus stehen
Am Wochenende drohen Gewitter mit Unwetterpotenzial. Unter bestimmten Bedingungen könnten sich sogar Tornados bilden. Eine Wetter-Kolumne von Dominik Jung.
Kassel – Das kommende Wochenende bringt nicht nur hochsommerliche Temperaturen, sondern auch eine markante Wetterlage, die in Teilen Deutschlands für Unwetter mit gefährlichen Begleiterscheinungen sorgen kann. Besonders am Sonntag (20. Juli) und in der Nacht zum Montag (21. Juli) rechnen Meteorologen mit einer explosiven Mischung aus schwüler Hitze, labiler Luftschichtung und kräftiger Windscherung – eine Kombination, die in Einzelfällen zur Entstehung von Tornados führen kann.
Zwar handelt es sich nur um lokale Szenarien, doch die Wettermodelle zeigen: Superzellenartige Gewitter sind möglich, und mit ihnen steigt auch das Risiko für rotierende Aufwinde. Während sich die Bevölkerung noch auf einen sommerlichen Sonntag freut, könnte das Wettermancherorts blitzartig kippen – mit heftigem Regen, Hagel, Sturmböen und eben auch der seltenen, aber gefährlichen Bildung eines Tornados.
Tornados in Deutschland: Selten, aber kein neues Phänomen
Auch wenn Tornados oft mit den USA assoziiert werden – sie treten auch in Deutschland auf, seit jeher. Jährlich werden laut Deutschem Wetterdienst etwa 20 bis 30 bestätigte Tornados registriert, meist in den wärmeren Monaten. Besonders betroffen sind dabei Regionen in der Norddeutschen Tiefebene, aber auch Teile von NRW, Franken oder Sachsen.
Tornados entstehen, wenn sich kräftige Gewitterzellen mit starker Rotation, sogenannte Superzellen, ausbilden. Eine wichtige Rolle spielt dabei die Windscherung, also das starke Wechselspiel von Windrichtung und -geschwindigkeit mit der Höhe. Wenn sich ein rotierender Trichter aus der Wolke zum Boden durchsetzt, spricht man von einem Tornado. Die meisten sind schwach, können aber bei ungünstigen Bedingungen massive Schäden anrichten – etwa durch umstürzende Bäume, abgedeckte Dächer oder herumfliegende Trümmer.
Tornados, Wüstenstürme, Zyklone: Wetterphänomene, die Sie kennen sollten
Wie man sich bei einem möglichen Tornado richtig verhält
Sollte es tatsächlich zu einer Tornadobildung kommen – was laut Wettermodellen nur vereinzelt und kurzfristig der Fall sein könnte – ist schnelles Handeln entscheidend. Wer einen rotierenden Trichter oder ungewöhnliche Wolkenstrukturen beobachtet, sollte sofort Schutz in einem massiven Gebäude suchen. Der Aufenthalt im Freien oder im Auto ist gefährlich. Auch Kellerräume sind keine sichere Option, vor allem wenn zugleich mit heftigem Starkregen oder Überflutung gerechnet werden muss. Am sichersten sind fensterlose Innenräume im Erdgeschoss, etwa Badezimmer oder Flure. Türen und Fenster schließen, Wetterwarnungen aktiv verfolgen und Ruhe bewahren – das ist jetzt entscheidend. Die Lage ist insgesamt nicht dramatisch, doch wer vorbereitet ist, kann auch mit einem seltenen Extremereignis wie einem Tornado sicher umgehen.