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Kolumne vom Meteorologen Dominik Jung
Unwetter-Gefahr am Muttertag: In welchen Regionen erste Gewitter drohen
Pünktlich zum Muttertag rollt eine kräftige Gewitterfront auf Deutschland zu. Einige Regionen sind besonders betroffen. Eine Wetter-Kolumne von Dominik Jung.
Der Muttertag startet zunächst freundlich, vor allem im Osten und Südosten zeigt sich die Sonne von ihrer besten Seite. Auch in der Mitte und im Westen sind die Vormittagsstunden meist trocken – ideal für Brunch im Garten oder den Spaziergang mit Mama. Die Temperaturen klettern verbreitet auf 21 bis 26 Grad, an Rhein und Main sogar Richtung 27 Grad. Nur ganz im Norden und Nordwesten bleibt es mit 15 bis 21 Grad spürbar kühler. Aber Vorsicht: Diese Ruhe ist trügerisch.
Wetter-Prognose: Gewitter rollen aus Südwesten heran
Schon ab Mittag braut sich von Frankreich her etwas zusammen. Eine Tiefdruckzone schickt feuchtwarme Luft Richtung Süddeutschland, und in der dort gestauten Energie entladen sich am frühen Nachmittag die ersten kräftigen Gewitter. Dazu drohen punktuell Starkregen mit 30 bis 50 Litern in kurzer Zeit, kleinkörniger Hagel und Sturmböen über 80 km/h. Im Tagesverlauf wandern die Zellen langsam nach Osten und Nordosten weiter. Wer dann noch entspannt im Biergarten sitzt oder mit Mama auf der Terrasse Kaffee trinkt, sollte regelmäßig den Blick zum Himmel werfen.
Im Fokus stehen am Nachmittag und Abend der gesamte Südwesten und Süden: die Pfalz, der Hunsrück, der Schwarzwald, die Schwäbische Alb, das Allgäu und Oberbayern stehen ganz oben auf der Risikoliste. Wer in Karlsruhe, Freiburg, Stuttgart, Augsburg oder München für den Nachmittag etwas geplant hat, sollte den Wetterradar im Auge behalten. Auch über den Mittelgebirgen im Norden – Harz, Rothaargebirge, Sauerland – bilden sich vereinzelt kurze Gewitter. Der äußerste Osten und Nordwesten bleibt am längsten trocken, kommt aber in der Nacht ebenfalls dran.
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Wetter-Wende: Nachts Dauerregen mit bis zu 40 Litern
Im Laufe des Abends marschiert die Gewitterlinie über die Mitte hinweg Richtung Nordosten. Bis zum Montagmorgen erreicht der teils kräftige und gewittrige Regen Sachsen, Brandenburg und Vorpommern – und das Ganze hat es in sich: Stellenweise summieren sich in der Nacht 30 bis 40 Liter pro Quadratmeter, lokal fällt der Regen über mehrere Stunden hinweg sogar als Dauerregen.
Die Temperaturen sinken nachts auf 13 bis 6 Grad, im Nordwesten bei längerem Aufklaren sogar auf 5 bis 1 Grad mit lokalem Bodenfrost. Mein Tipp: Outdoor-Pläne mit Mama eher vormittags durchziehen – ab dem Nachmittag gehört der Himmel den Gewittern. Derweil versagen teure KI-Modelle bei Hitze, Sturm und Starkregen.