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Kolumne vom Meteorologen Dominik Jung
Wetter-Modelle schüren Tendenz: Jetzt zeichnet sich eindeutiger Trend ab
Nach fast acht Wochen Dauerfrost im Nordosten zeigt das ICON-Modell plötzlich frühlingshafte Signale: ganz Deutschland wird deutlich milder. Eine Wetter-Kolumne von Dominik Jung.
Die neueste Prognose des deutschen Wettermodells ICON sorgt für Aufsehen: Bis kommenden Mittwoch (25. Februar) wird es in ganz Deutschland deutlich milder. Statt Dauerfrost und zäher Kaltluft setzt sich spürbar wärmere Luft durch. Besonders entlang des Oberrheins steigen die Temperaturen laut Modell auf 18 bis 19 Grad. Mit etwas Sonnenschein und günstigen Effekten sind lokal sogar bis zu 20 Grad denkbar.
Das wäre ein massiver Kontrast zu den vergangenen Wochen, in denen vor allem der Nordosten unter hartnäckiger Kälte litt. Dort lagen die Temperaturen teils fast acht Wochen lang immer wieder im frostigen Bereich. Nun deutet vieles auf ein nachhaltiges Tauwetter hin, das selbst die letzten Kältereserven vertreibt.
Nordosten atmet auf – aber wie lange dauert die Wetter-Wende?
Gerade im Nordosten bedeutet diese Entwicklung eine spürbare Entlastung. Dauerfrost, kalte Nächte und eisige Ostlagen hatten die Region fest im Griff. Sollte sich die Prognose bestätigen, wäre dies das erste durchgreifende und flächige Tauwetter seit langer Zeit. Straßen, Böden und Gewässer könnten sich endlich deutlich erwärmen.
Doch bei aller Euphorie lohnt sich ein nüchterner Blick: Es handelt sich um eine Modellprognose für die kommende Woche. Kleinere Verschiebungen in der Großwetterlage können Temperaturspitzen schnell relativieren. Dennoch zeigt der Trend klar in Richtung Frühling, zumindest vorübergehend.
Tornados, Wüstenstürme, Zyklone: Wetterphänomene, die Sie kennen sollten
So verlockend 18 bis 20 Grad auch klingen, meteorologisch ist der Winter noch nicht endgültig geschlagen. März und April sind bekannt für markante Kaltlufteinbrüche. Selbst im Mai sind Rückfälle möglich – Stichwort Eisheilige. Spätwinterliche Überraschungen mit Bodenfrost oder sogar Schnee sind also keineswegs ausgeschlossen.
Die aktuelle Prognose macht Hoffnung, aber sie garantiert keinen dauerhaften Frühling. Wer jetzt schon Gartenmöbel herausstellt oder empfindliche Pflanzen ins Freie setzt, sollte die weitere Entwicklung aufmerksam verfolgen.