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Kolumne vom Meteorologen Dominik Jung
Wettermodelle glauben: Jetzt wird es warm! Konkreter Tag könnte sogar Sommer-Temperaturen erreichen
Eine Art „Easter Warming“ bringt Deutschland frühe Sommerluft mit teils über 25 Grad. Danach droht der nächste Umschwung. Eine Wetter-Kolumne von Dominik Jung.
Pünktlich zu den Osterfeiertagen baut sich über Mitteleuropa eine markante Süd- bis Südwestströmung auf, die im Zuge eines klassischen Easter Warming ungewöhnlich warme Luftmassen nach Deutschland lenkt. Diese stammen aus dem Mittelmeerraum und teils sogar aus Nordafrika. Eine regelrechte Warmluftdüse sorgt dafür, dass die Temperaturen verbreitet auf 20 bis 25 Grad steigen können. Besonders im Westen und Südwesten sind lokal noch höhere Werte möglich.
Auslöser ist ein stabiles Hochdruckgebiet über Osteuropa, das zusammen mit Tiefdruckgebieten auf dem Atlantik die warme Luft gezielt nach Norden transportiert – ein für Ende März und Anfang April eher seltener Vorgang.
Wettermodelle sehen ersten Sommertag des Jahres
Einige Wettermodelle, darunter auch das ICON-Modell, rechnen aktuell mit einem möglichen Höhepunkt am Dienstag (7. April) nach Ostern. Hier könnten die Temperaturen regional auf bis zu 27 Grad steigen, was bereits einem Sommertag entspricht. Auch andere Modelle gehen in diese Richtung, wenn auch mit etwas moderateren Werten. Entscheidend bleibt, wie ungestört sich die Warmluft durchsetzen kann.
Faktoren wie Saharastaub oder durchziehende Wolkenfelder könnten die Spitzenwerte noch etwas dämpfen. Dennoch zeigt sich: Dieses Easter Warming hat das Potenzial, außergewöhnlich früh sehr hohe Temperaturen zu bringen und die Natur in einen regelrechten Wachstumsschub zu versetzen.
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Der nächste Wetter-Absturz ist schon in Sichtweite
So beeindruckend die Wärme auch ist, sie dürfte nicht lange anhalten. Bereits kurz nach den Feiertagen zeichnen sich Veränderungen in der Großwetterlage ab. Atlantische Tiefdruckgebiete könnten die stabile Hochdrucklage verdrängen und kühlere Luft nach Mitteleuropa führen. Damit würde es wieder deutlich wechselhafter und spürbar kühler werden.
Genau dieser rasche Wechsel passt zum typischen Aprilwetter. Ob der Temperatursturz kräftig ausfällt, hängt noch von der genauen Entwicklung ab, doch vieles spricht dafür, dass das Easter Warming nur ein kurzes, intensives Intermezzo bleibt.