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Kolumne vom Meteorologen Dominik Jung
Gewitterwalze mit Sturzfluten und Hagel rollt über Deutschland – eine Region besonders im Visier
Am Donnerstag droht der Ausnahmezustand. Unwetter mit heftigen Böen, Sturzregen und großem Hagel peitschen über Deutschland. Eine Wetter-Kolumne von Dominik Jung.
München – Bereits am Mittwochabend (3. September) entlädt sich die Atmosphäre mit voller Wucht im Westen und Nordwesten. Dort brechen einzelne, aber hochgefährliche Gewitter los, die es sofort in sich haben. Heftige Windstöße treiben Staub und Äste durch die Luft, die Böen erreichen Geschwindigkeiten um die 90 km/h und reißen ungesicherte Gegenstände mit Leichtigkeit um.
Unwetterlage ab Donnerstagabend (4. September) bis Freitagmorgen (5. September). Besonders Süddeutschland wird betroffen sein. Es drohen Hagel, Starkregen und Orkanböen.
Dazu prasseln sintflutartige Regengüsse nieder, die binnen kürzester Zeit Straßen überfluten und für Aquaplaning-Gefahr sorgen. Kleiner Hagel rundet das explosive Gemisch ab, sodass die Nacht für viele Menschen alles andere als ruhig verläuft. Was hier noch wie ein Vorgeschmack wirkt, ist in Wahrheit nur die Ouvertüre zu einer viel größeren Wetter-Eskalation, die am Donnerstag (4. September) ihren Höhepunkt erreicht.
Unwetter über Deutschland: Der Donnerstag wird zum Tag des Schreckens
Zunächst beginnt der Tag noch vergleichsweise harmlos, doch die Gewitter breiten sich rasch aus. Vor allem in Baden-Württemberg und bis weit in die Landesmitte hinein türmen sich die Wolken zu bedrohlichen Gebilden auf, die immer wieder in Regenvorhängen zusammenbrechen. Doch es sind die Stunden am späten Nachmittag, die alles übertreffen: Dann geraten vor allem die Regionen südlich der Donau in den Fokus einer regelrechten Gewitterwalze. Hier ist nicht weniger als ein Unwetterinferno möglich.
Heftige Sturzfluten reißen alles mit, was sich ihnen in den Weg stellt. Innerhalb weniger Minuten stürzen bis zu 50 Liter Regen auf den Quadratmeter herab, während gleichzeitig orkanartige Böen mit über 115 Kilometern pro Stunde das Land verwüsten. Dächer können abgedeckt, Bäume entwurzelt und Fahrzeuge durch die Luft geschleudert werden. Hinzu kommen Hagelgeschosse von der Größe eines Tischtennisballs, die Felder, Häuser und Autos massiv beschädigen können. Ein Szenario, das Erinnerungen an katastrophale Sommerunwetter der Vergangenheit weckt und ganze Landstriche in Chaos stürzen könnte.
Tornados, Wüstenstürme, Zyklone: Wetterphänomene, die Sie kennen sollten
Wer hofft, dass mit dem Abend die Ruhe zurückkehrt, wird bitter enttäuscht. Zwar lassen die Gewitter allmählich nach, doch an ihre Stelle tritt unaufhörlicher Dauerregen, der weite Teile des Landes in Mitleidenschaft zieht. Von Franken über Thüringen und Sachsen-Anhalt bis nach Vorpommern breitet sich ein gigantisches Regenband aus, das in wenigen Stunden enorme Wassermassen freisetzt. 30 bis 50 Liter pro Quadratmeter sind schon gefährlich, doch bei zusätzlichen Gewitterkernen sind sogar bis zu 70 Liter möglich.
Ganze Straßenzüge könnten unter Wasser stehen, Keller laufen voll, Bäche verwandeln sich in reißende Ströme. Damit droht die Nacht auf Freitag zu einem wahren Flut-Drama zu werden, während im Süden die Spuren der schweren Gewitter noch längst nicht beseitigt sind. Das Land steuert auf eine der heftigsten Wetterlagen des Sommers zu – und wer sich nicht vorbereitet, könnte von den Naturgewalten kalt erwischt werden.