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In der Nacht auf Sonntag (31. März)

Sommerzeit kehrt zurück: Wo, wann und warum es in vielen Ländern (k)eine Zeitumstellung gibt

Zeitumstellung Archivbild
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Zeitumstellung (Archivbild).

München/Berlin – Die Zeitumstellung sorgt in Deutschland seit jeher für viele Diskussionen. Manche sind dafür, viele dagegen. Doch wie sind die „Regeln“ eigentlich anderswo auf der Welt? Werden dort überhaupt (noch) die Uhren umgestellt – und wenn ja, warum?

In der Nacht auf Sonntag (31. März) – heuer der Ostersonntag – ist es wieder so weit: Dann werden die Uhren in Deutschland wieder von 2 Uhr (MEZ) auf 3 Uhr (MESZ) vorgestellt (Sommerzeit). Die Nacht ist also dann um eine Stunde kürzer. Ende Oktober gibt es dann wieder dasselbe Spiel, allerdings in die entgegengesetzte Richtung. Dann werden die Uhren wieder um eine Stunde zurück auf Winterzeit gestellt und die Menschen bekommen die im Frühjahr „geklaute Stunde“ zurück.

Die Zeitumstellung gilt seit vielen Jahren als umstritten, vor allem in Deutschland. Nach einer aktuellen Umfrage des Forschungsinstituts Yougov sind 75 Prozent Deutschen für ein Ende des doppelten Uhrendrehens aus. Nur 18 Prozent wollen demnach fleißig weiter vor- und zurückstellen. Eine Forsa-Umfrage im Auftrag der DAK-Gesundheit hatte voriges Jahr ergeben, dass ein Viertel der Deutschen schon einmal gesundheitliche Probleme nach der Zeitumstellung hatte.

Die Zeitumstellung wird auf europäischer Ebene geregelt. Bereits im Jahr 2018 hatte der damalige Kommissionschef Jean-Claude Juncker ein Ende der Umstellungen angekündigt. Auch die Abgeordneten des Europäischen Parlaments hatten mehrheitlich für ein Ende der Umstellung gestimmt. Passiert ist jedoch bislang nichts. Denn das Vorhaben scheint derzeit auf Eis zu liegen. So ist sicher, dass die Sommerzeit heuer dann in der Nacht auf 27. Oktober wieder enden wird.

Doch wie sieht es eigentlich in anderen Ländern aus? Gibt es überall eine Zeitumstellung? Und wenn ja, zu welchen Terminen? Oder gibt es auch Gründe, gar keine Zeitumstellung vorzunehmen? rosenheim24.de liefert einen kleinen Überblick:

Wo gibt es (noch) eine Zeitumstellung?

  • EU/Europa/Nordafrika: Seit 1996 wird die Uhr in den meisten EU-Ländern regelmäßig umgestellt. Auch viele Nicht-EU-Länder haben sich daran „angedockt,“ unter anderem die Schweiz, Großbritannien, die Ukraine, Liechtenstein, Monaco, einige Balkan-Staaten sowie einige Länder in Nordafrika (unter anderem Marokko). Erstmals gab es eine Zeitumstellung bereits im Jahr 1916, damals noch in Österreich-Ungarn sowie in Deutschland. In Island hingegen werden die Uhren zum Beispiel nicht umgestellt. Grund: Weil das Land ohnehin schon so weit oben im Norden liegt und Sommertage bereits bis zu 21 Stunden Tageslicht bieten, hat man sich dazu entschieden, die Tage nicht noch weiter „künstlich“ zu verlängern.
  • USA/Kanada/Nordamerika: In den USA und Kanada werden die Uhren ebenfalls umgestellt, allerdings zu anderen Terminen als in Europa. Die sog. „Daylight Saving Time“ (kurz DST) beginnt seit 2007 in den meisten US-Bundesstaaten und Territorien am zweiten Sonntag im März um 2 Uhr morgens und endet am ersten Sonntag im November um 2 Uhr morgens. Auch Mexiko, Kuba oder die Bahamas haben sich daran „angeschlossen“.
  • Russland/China: In Russland wird seit zehn Jahren nicht mehr an der Uhr gedreht. Seit Oktober 2014 gilt im größten Land der Welt dauerhaft die Winterzeit, die eigentliche Normalzeit. In China wurde die Zeitumstellung bereits vor über 30 Jahren, im Jahr 1991, abgeschafft.
  • Länder der Südhalbkugel: In Ländern wie Brasilien, Argentinien, Chile, Namibia, Neuseeland und (in Teilen von) Australien gibt es eine Zeitumstellung. Hier wird zu verschiedenen Terminen zwischen Ende September und Anfang November auf die Sommerzeit umgestellt, im März/April dann wieder auf die dortige Winterzeit. Im Norden Australiens werden die Uhren nicht umgestellt, ebenso in Südafrika.
  • Rest der Welt: Länder, die sich in der Nähe von Nord- oder Südpol sowie in der Nähe des Äquators befinden, haben in der Regel keine Zeitumstellung. Durch die Neigung der Erde ist entweder der Nord- oder der Südpol von der Sonne abgewendet. Dort herrscht dann Polarnacht. Die Sonne kann deshalb dort selbst tagsüber nicht scheinen. Der Pol, der zur Sonne geneigt ist, hat hingegen Polartag und die Sonne ist immer über dem Horizont. Eine Zeitumstellung macht dort daher keinen Sinn – genauso wenig wie im Bereich des Äquators. Dort sind Tag und Nacht immer gleich lang.

mw

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