Um Ihnen ein besseres Nutzererlebnis zu bieten, verwenden wir Cookies.
Durch Nutzung unserer Dienste stimmen Sie unserer Verwendung von Cookies zu.
Weitere Informationen
Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.
Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für
. Danach können Sie gratis weiterlesen.
Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.
Kolumne vom Meteorologen Dominik Jung
Rekord-Dezember möglich: Ungewöhnlicher Wetter-Trend lässt Schnee-Hoffnungen schmelzen
Ein Dezemberwochenende voller Wetterextreme: Es kommt zu Sturmböen, Dauerregen und fast frühlingshaften Temperaturen in Deutschland. Eine Wetter-Kolumne von Dominik Jung.
Frankfurt – Am Nikolaustag (6. Dezember) überqueren dichte Regengebiete Deutschland von Westen und Südwesten her, während nur an den Alpen sowie in einigen Regionen östlich der Mittelgebirge kurz sonnige Fenster möglich sind. Der Osten und Nordosten bleiben bis zum Abend teils noch trocken. Die Temperaturen erreichen verbreitet ungewöhnliche sieben bis 13 Grad und setzen damit ein deutliches Zeichen für den Beginn eines außergewöhnlich milden Dezembers. Dabei spielt auch der Sahara-Wirbel eine Rolle.
Der Wind dreht auf Südwest und frischt spürbar auf, besonders im Westen und an der Nordsee treten erste stürmische Böen auf, in höheren Lagen sogar stärkere Turbulenzen. Schon in der Nacht rücken neue Regenfelder nach, begleitet von zunehmend kräftigem Wind, sodass der Nikolausabend selten so herbstlich-mild und zugleich unruhig verläuft.
Zweiter Advent unter Wetterdruck
Am 2. Advent (7. Dezember) zieht der Regen nach Norden ab, doch aus dem Südwesten folgt rasch neuer Niederschlag. Kurze sonnige Momente nordöstlich von Thüringer Wald und Erzgebirge ändern nichts daran, dass das Wetter insgesamt stark wechselhaft bleibt. Mit Temperaturen zwischen acht und 15 Grad setzt sich die außergewöhnliche Wärme fort.
In der Nacht zum Montag greift Regen bis in die Mitte und den Nordosten aus, während im Nordwesten Auflockerungen auftreten. Gleichzeitig verschärft sich die Windsituation: kräftiger Südwestwind, verbreitet starke bis stürmische Böen und auf den Bergen schwere Sturmböen. Damit beginnt die neue Woche mit einer Dynamik, die alles andere als winterlich wirkt.
Neue Woche: stürmisch, nass und beispiellos mild
Der Montag (8. Dezember) bringt dichte Wolken, zeitweise Regen und zwischendurch sonnige Abschnitte an föhnigen Alpen und Nordosträndern der Mittelgebirge. Die Temperaturen steigen auf beeindruckende elf bis 20 Grad und erreichen für Dezember fast schon unwirkliche Werte. Auch am Dienstag (9. Dezember) und Mittwoch (10. Dezember) bleibt es überwiegend mild, oft zweistellig, im Norden und der Mitte weiter regnerisch und windig, während der Süden länger sonnige Phasen erlebt.
Tornados, Wüstenstürme, Zyklone: Wetterphänomene, die Sie kennen sollten
Die Nächte bleiben viel zu warm für die Jahreszeit, häufig zwischen sechs und 12 Grad. Selbst zum Donnerstag (11. Dezember) setzt sich das ungewöhnlich milde, leicht wechselhafte Wetter fort. Damit präsentiert sich dieser Dezember über Tage hinweg als Rekordkulisse aus Regen, Sturmverstärkungen und einer Wärme, die den Winter völlig in den Schatten stellt.