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Kolumne vom Meteorologen Dominik Jung
Nächste Wetter-Wende steht kurz bevor – Prognosen deuten absolute Temperatur-Überraschung an
Ein Hauch von Frühling im November: Saharaluft lässt die Temperaturen deutlich ansteigen – mitten im Herbst. Eine Wetter-Kolumne von Dominik Jung.
Kassel - In der neuen Woche dreht sich das Wetter komplett: Statt grauem Novemberwetter breitet sich in der zweiten Wochenhälfte ungewöhnlich warme Luft aus Nordafrika über Mitteleuropa aus. In rund 1500 Metern Höhe steigen die Temperaturen auf 10 bis 15 Grad – Werte, die sonst im Mai typisch sind. Diese Warmluft erreicht uns mit einem kräftigen Südwestwind und sorgt für außergewöhnlich milde Tage.
Verantwortlich ist eine ausgeprägte Südströmung, die bis aus der Sahara reicht. Am Donnerstag (13. November) und Freitag (14. November) kann der Himmel sogar leicht rötlich wirken – Saharastaub wird mittransportiert und trübt stellenweise die Sonne.
Wetter dreht sich erneut: Frühling mitten im Herbst
Zunächst startet die Woche noch mit typischem Novembercharakter: Montag (10. November) und Dienstag (11. November) sind vielerorts grau, im Westen und Süden aber schon mit ersten Auflockerungen. Spätestens ab Mittwoch (12. November) wird es dann deutlich milder. Während im Norden noch Wolken durchziehen, scheint in der Mitte und im Süden häufig die Sonne.
Die Temperaturen klettern verbreitet auf 12 bis 18 Grad, am Oberrhein und im Alpenvorland werden sogar bis zu 20 Grad erreicht. Selbst in Mittelgebirgslagen wie im Harz oder im Allgäu sind bei Föhn bis zu 22 Grad möglich – das ist eine herbstliche Hitzewelle mitten im November.
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Zum Freitag (14. November) und Samstag (15. November) hin lässt der Wärmeschub langsam nach. Während es im Süden weiter sonnig und ungewöhnlich mild bleibt, ziehen im Norden dichtere Wolken mit leichtem Regen auf. Am Samstag (15. November) kann es in den nördlichen Mittelgebirgen bei abkühlender Luft sogar einzelne Schneeflocken geben.
Die Höchstwerte liegen dann meist zwischen 5 und 15 Grad – ein erster Hinweis, dass der November wieder zu seinem typischen Gesicht zurückfindet. Doch zuvor steht Deutschland noch ein außergewöhnlich warmer und staubiger Spätherbst bevor.