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Kolumne vom Meteorologen Dominik Jung

Heftige Wetterwende in Deutschland: Hoch Oldenburgia bringt uns die Saharapeitsche – offizieller „Hitzetag“

Herbststimmung vorbei: Ein Hoch bringt plötzlich Sonne satt und bis zu 31 Grad. Doch die Sommerfreude könnte schnell kippen. Eine Wetter-Kolumne von Dominik Jung.

Kassel – Noch am Mittwoch (17. September) dominierte über Deutschland typisches Herbstwetter: viele Wolken, stellenweise Regen und Temperaturen, die kaum die 20-Grad-Marke überschritten. Ein Bild, das so gar nicht mehr nach Sommer aussah. Wer da glaubte, die warme Jahreszeit sei endgültig vorbei, der sollte sich täuschen. Denn schon innerhalb von weniger als 48 Stunden kippt die Wetterlage komplett.

Eine mächtige Wärmekuppel nähert sich Mitteleuropa. Der Sommer schlägt nochmal voll zu.

Dank Hoch Oldenburgia verwandelt sich Deutschland von Nord bis Süd in eine Spätsommer-Zone mit Sonne satt und Temperaturen von 25 bis 28 Grad. Während sich im Süden bereits am Donnerstag (18. September) sommerliche Wärme durchsetzt, zieht der Umschwung bis Freitag ins ganze Land. Meteorologen sprechen bei Werten ab 30 Grad von einem offiziellen „Hitzetag“ – und den werden wir regional definitiv erreichen.

Ungewöhnlich warmes Wetter in Deutschland: Hoch Oldenburgia als Sommermotor

Die Ursache für diesen extremen Wetterwechsel liegt in der Lage des Hochs Oldenburgia. Es breitet sich über Mitteleuropa aus und sorgt nicht nur für stabilen Sonnenschein, sondern lenkt zusätzlich warme Luftmassen zu uns. Über Spanien und Frankreich strömt subtropische Warmluft heran, die wie ein Wärmepumpensystem nach Deutschland gedrückt wird. Dieses Zusammenspiel katapultiert die Temperaturen in Rekordtempo von spätherbstlich anmutenden 20 Grad auf Werte, die sonst im Hochsommer üblich sind.

Vor allem der Freitag (19. September) und der Samstag (20. September) werden deutschlandweit zu echten Sommertagen – ein Wetterumschwung, wie man ihn nur selten so deutlich erlebt. Selbst in Regionen, die in den vergangenen Tagen eher von Regen und Wolken geprägt waren, ist nun Sonnenschein garantiert.

Sommerfreude mit kurzem Halt? So wird das Wetter nach der Hitze

So rasant wie der Wetterwechsel kam, so abrupt könnte er auch wieder enden. Denn nach aktuellem Stand der Modellrechnungen bleibt das Sommerhoch zwar noch bis Samstag stabil, doch schon am Sonntag (21. September) könnte sich die Lage ändern. Zwar bleibt es zunächst warm, vielerorts sogar noch über 25 Grad, doch aus Westen nähert sich eine Störungsfront. Sie bringt das Potenzial für kräftige Gewitter, lokal sogar für Unwetter mit Starkregen und Hagel.

Damit endet die kurze, aber intensive Rückkehr des Hochsommers womöglich schneller, als vielen lieb ist. Für alle, die die Sonne noch einmal auskosten wollen, gilt also: Donnerstag bis Samstag sind die Tage zum Genießen – bevor der Herbst bald endgültig zurückschlägt.

Rubriklistenbild: © METEORED/www.daswetter.com

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