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Kolumne vom Meteorologen Dominik Jung

Winter-Wetter könnte bald mit voller Wucht zurückkommen: Frost-Februar droht

Unter ein paar Bedingungen wird aus dem Tauwetter ein Winter-Comeback – der Februar könnte Eis-Wetter bringen. Eine Wetter-Kolumne von Dominik Jung.

Hamm – Der Winter hat bereits gezeigt, dass er es kann. Der Januar brachte Schnee, Frost und echte Kälte, bevor nun Tauwetter einsetzt und vielerorts Erleichterung spürbar wird. Genau diese Phase ist meteorologisch spannend, denn sie markiert keinen Abschied, sondern eine Weggabelung. Im Spätwinter ist die Atmosphäre besonders empfindlich.

Schneesturm in Bremen: Was kommt nach dem heftigen Wintereinbruch?

Die Böden sind ausgekühlt, die Nächte noch lang, und selbst kurze Änderungen der Großwetterlage können massive Folgen haben. Damit der Februar noch einmal „fett zuschlägt“, müsste der Winter nicht stärker sein als im Januar, sondern gezielter. Ein kompakter, gut platzierter Kälteschub reicht, um Schnee und Eis zurückzubringen. Der Winter wäre dann kein Dauerzustand, sondern ein konzentrierter Angriff.

Wetter in Deutschland: Nach Frost, Schnee und Tauwetter – diese Zutaten bräuchte ein echter Eis-Februar

Damit aus Tauwetter wieder Frost wird, müsste sich die Wetterküche neu sortieren. Zentrale Zutat wäre ein kräftiges Hochdruckgebiet über Nordeuropa oder Skandinavien. Es würde milde Westströmungen blockieren und die Tür für kalte Luft aus Osten oder Norden öffnen. Gleichzeitig müsste der Polarwirbel zumindest vorübergehend geschwächt sein, damit Kaltluft nicht in der Arktis eingeschlossen bleibt.

Ideal wäre zudem eine vorhandene Schneedecke in Osteuropa, die Kälte stabilisiert und verstärkt. Treffen diese Faktoren zusammen, kippt die Luftmasse oft rasch. Regen ginge in Schnee über, Nächte würden eisig, und selbst tagsüber bliebe es frostig. Ohne diese Kombination bleibt der Februar unspektakulär, mit ihr wird er gefährlich winterlich.

Warum es realistisch bleibt, aber kein Selbstläufer ist

Ein Eis-Februar 2026 käme nicht automatisch. Er müsste sich erarbeitet anfühlen, Schritt für Schritt, Lage für Lage. Statistisch liegt die Chance für einen markanten Kälterückfall im Februar bei etwa 30 Prozent. Das ist genug, um aufmerksam zu bleiben, aber zu wenig für Gewissheit. Am wahrscheinlichsten wäre ein zeitlich begrenztes Winter-Revival über mehrere Tage, regional durchaus heftig. Ein wochenlanger Dauerfrost wäre die Ausnahme. Der Reiz liegt genau darin: Der Winter könnte noch einmal zuschlagen, wenn alles passt. Ob er es tut, entscheidet sich oft erst wenige Tage vorher. Der Februar bleibt damit offen – als Bühne für ein mögliches, spätes Winter-Comeback.

Rubriklistenbild: © Q.met / Alexander Uffelmann

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