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Kolumne vom Meteorologen Dominik Jung
Kommt die Frühlings-Bremse? So geht‘s mit dem Wetter nächste Woche weiter
Droht nach dem sonnigen Frühlingsstart der Umschwung – oder nur eine kleine Delle? Eine Wetter-Kolumne von Dominik Jung.
Nach mehreren Tagen mit ungewöhnlich mildem Frühlingswetter richten sich die Blicke nun auf die neue Woche. Einige Wettermodelle deuten an, dass aus Westen vorübergehend dichtere Wolkenfelder Richtung Deutschland ziehen könnten. Besonders im Westen und Südwesten könnten diese Wolkenpakete zeitweise für einen wechselhafteren Himmel sorgen.
Ganz eindeutig ist die Entwicklung allerdings noch nicht. Denn die Modelle zeigen weiterhin Unterschiede darin, wie weit die Wolken tatsächlich nach Osten vorankommen. Während einige Berechnungen sie bis in die westlichen Landesteile bringen, lassen andere Szenarien sie bereits über Frankreich und den Benelux-Staaten wieder zerfallen. Klar ist jedoch: Sollte sich diese Entwicklung durchsetzen, dann wäre es die erste kleine Wetteränderung nach der langen sonnigen Phase.
Das Wetter der Woche: Dienstag und Mittwoch mit einzelnen Schauern möglich
Vor allem rund um Dienstag (10. März) und Mittwoch (11. März) könnten im Westen sowie in Teilen der Mitte einzelne Schauer entstehen. Besonders zwischen Nordsee und Schwarzwald steigt die Wahrscheinlichkeit für kurze Regenfälle etwas an. Von einer flächendeckenden Regenlage kann aber keine Rede sein. Vielmehr handelt es sich um einzelne Schauer oder kurze Regenabschnitte, die regional unterschiedlich ausfallen. Auch die Niederschlagsmengen bleiben nach aktuellem Stand überschaubar.
In vielen Regionen würden lediglich etwa zwei bis fünf Liter Regen pro Quadratmeter zusammenkommen. Selbst in den westdeutschen Mittelgebirgen könnten es örtlich höchstens rund zehn Liter werden – und selbst das ist noch unsicher. Entscheidend bleibt dabei die Frage, ob die Wolkenbänder Deutschland überhaupt vollständig erreichen.
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Große Wetterwende bleibt weiterhin aus – es bleibt weiter mild
Trotz dieser möglichen kleinen Wetteränderung bleibt der grundsätzliche Wettertrend erstaunlich stabil. Die warmen Luftmassen, die derzeit Mitteleuropa prägen, zeigen in den langfristigen Modellrechnungen weiterhin eine bemerkenswerte Beständigkeit. Eine markante Abkühlung ist bis mindestens zum 20. März derzeit nicht in Sicht. Es ist jedoch eine Wetter-Überraschung zu Ostern möglich.
Selbst wenn vorübergehend mehr Wolken und einzelne Schauer auftreten sollten, würde sich an den insgesamt milden Temperaturen nur wenig ändern. Das bedeutet: Der frühe Frühlingscharakter könnte sich trotz kurzer Unterbrechungen weiterhin halten. Damit bleibt der mögliche Regen in der kommenden Woche eher eine kleine atmosphärische Randnotiz als eine echte Wetterwende.