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Kolumne vom Meteorologen Dominik Jung
Heftige Unwetter im Anmarsch: Wo jetzt Gewitter mit Starkregen, Hagel und Sturmböen drohen
Nach der Hitze kippt das Wetter mit Starkregen und Sturmböen. Die Nacht bringt mancherorts sogar Unwettergefahr. Eine Wetter-Kolumne von Dominik Jung.
Kassel – Noch zu Wochenbeginn lagen die Temperaturen nachts bei gerade einmal 10 Grad, doch plötzlich zeigte sich der Spätsommer von seiner extremen Seite. Am Dienstag (26. August) wurden in Saarbrücken bis zu 31,3 Grad gemessen, zahlreiche Stationen meldeten ebenfalls über 30 Grad – ein weiterer offizieller Hitzetag. Die Nacht darauf brachte vielerorts keine Abkühlung mehr: Mancherorts sanken die Werte nicht unter 20 Grad, was als tropische Nacht bezeichnet wird.
In Bad Harzburg war es sogar die wärmste Augustnacht seit rund 90 Jahren, 21,3 Grad wurden als Tiefstwert gemessen. Solch ein Temperatursturz und -anstieg innerhalb weniger Stunden ist nicht nur ungewöhnlich, sondern sorgt auch für ein Gefühl von Wetter-Achterbahn. Am Mittwoch (27. August) geht es ähnlich weiter: Noch einmal steigen die Temperaturen auf 25 bis 31 Grad, bevor sich die Lage deutlich zuspitzt.
Von Sommerhitze zu Unwetterlage: Gewitterwalze rollt aus Südwesten an
Bereits zur Mittagszeit bilden sich im Südwesten erste kräftige Gewitterzellen, die sich später auch auf Bayern und Teile der südlichen Mitte ausbreiten. Besonders gefährlich: Die Gewitter treten punktuell und heftig auf. Innerhalb einer Stunde können bis zu 30 Liter Regen pro Quadratmeter niedergehen, dazu kommt kleinkörniger Hagel und stürmische Böen bis 80 km/h.
Auch wenn nicht jede Region betroffen ist, reicht die Wucht einzelner Gewitterzellen aus, um Straßen unter Wasser zu setzen, Keller volllaufen zu lassen oder Bäume umzustürzen. Je weiter der Nachmittag und Abend voranschreiten, desto mehr Gebiete könnten in die Schusslinie geraten. Ein Wetter, das durchaus das Potenzial hat, Alltag und Feierabendpläne kräftig durcheinanderzubringen.
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Gewitter-Gefahr in einigen Teilen Deutschlands auch in der Nacht
Wer auf eine ruhige Nacht hofft, wird enttäuscht. Auch nach Mitternacht bleibt das Gewitterrisiko bestehen, teils ziehen neue Zellen von Südwesten herein. Lokal können sich wieder Starkregenmengen um 30 Liter pro Quadratmeter in nur einer Stunde entladen. Gegen Ende der Nacht erreicht die Gewitterzone schließlich auch den Nordosten. Besonders kritisch wird die zweite Nachthälfte bis in den Donnerstagvormittag (28. August) hinein, wenn sich im Südwesten verbreitet Starkregen ankündigt.
In einigen Regionen sind innerhalb weniger Stunden bis zu 30 Liter pro Quadratmeter möglich – in Extremfällen sogar mehr als 40 Liter, was als Unwetter gilt. Damit steigt die Gefahr von Überschwemmungen, überlasteten Kanalisationen und Verkehrsbehinderungen spürbar an. Die Mischung aus tropischer Wärme und aufziehender Gewitterwalze macht die kommenden Stunden zu einem riskanten Wetterumschwung, der für viele noch zum echten Härtetest werden dürfte.