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Kolumne vom Meteorologen Dominik Jung
Erste Wetter-Prognose für Ostern 2026 hat es in sich: Die stille Gefahr aus dem Norden
Ostern 2026 fällt früh auf den 5. April. Das Wetter könnte noch winterliche Überraschungen bereithalten. Eine Wetter-Kolumne von Dominik Jung.
Das Osterdatum ist beweglich und richtet sich nach dem ersten Vollmond im Frühling. Dadurch kann Ostern frühestens am 22. März und spätestens am 25. April stattfinden. 2026 fällt der Ostersonntag auf den 5. April, also relativ früh im möglichen Zeitfenster. Das erhöht grundsätzlich die Chance auf winterliche Rückfälle, denn Anfang April sind Kaltluftvorstöße aus Norden oder Osten klimatologisch noch keine Seltenheit.
Historisch gab es selbst in der zweiten Aprilhälfte noch markante Schneefälle, vor allem in höheren Lagen und im Osten Deutschlands. Entscheidend ist also nicht nur das Datum, sondern die Großwetterlage: Blockiert Hochdruck über Skandinavien milde Atlantikluft, kann kontinentale Kälte bis nach Mitteleuropa ausgreifen.
Großwetterlagen, Polarwirbel und die stille Gefahr aus dem Norden
Für 2026 deuten langfristige Modelltrends auf eine erhöhte Wahrscheinlichkeit für meridionale Strömungsmuster hin. Das bedeutet: stärkere Nord-Süd-Ausschläge im Jetstream. In solchen Konstellationen können Kaltlufttropfen oder sogar arktische Luftmassen weit nach Süden vordringen. Besonders spannend ist die Rolle des Polarwirbels, der im Spätwinter gelegentlich geschwächt wird und kalte Luft in mittlere Breiten entlässt.
Auch ENSO-Signale im Pazifik können indirekt Einfluss auf die Zirkulation über Europa nehmen. Für Anfang April 2026 zeigen mehrere Szenarien eine temporäre Nordlage – mit potenziell unterdurchschnittlichen Temperaturen.
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Weiße Ostern 2026: Wetter-Prognose mit Nervenkitzel
Nach aktueller Einschätzung ist die Wahrscheinlichkeit für Schneefall an Ostern 2026 in tieferen Lagen zwar gering, aber keineswegs ausgeschlossen. In Mittelgebirgen oberhalb von 400 bis 600 Metern wäre selbst eine dünne Schneedecke realistisch, falls sich die kälteren Szenarien durchsetzen.
Besonders in Ostdeutschland und im südlichen Bergland steigen die Chancen bei einer stabilen Nordostlage deutlich an. Ob es wirklich für flächendeckend weiße Ostern reicht, hängt von wenigen Grad Temperaturunterschied ab. Fest steht: Das Datum Anfang April hält die Tür für ein spätes Winter-Comeback zumindest einen Spalt offen. Auch gleich zwei Bauernregeln schüren einen Wetter-Verdacht für die kommenden Wochen.