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Kolumne von Meteorologe Dominik Jung

Lebensgefahr durch extreme Hitze: Wetter bringt ab Samstag „Wüstentage“ – mit bis zu 40 Grad

Ab dem Wochenende droht Deutschland eine extreme Hitzewelle mit Temperaturen nahe 40 Grad – einige Menschen sind besonders gefährdet. Eine Wetter-Kolumne von Dominik Jung.

Hamm – Deutschland steht vor einer außergewöhnlich intensiven Hitzewelle. Ab Samstag (28. Juni) strömt heiße Wüstenluft aus Südwesteuropa und der Sahara ins Land. Die Folge: Mehrtägige Hitze mit Temperaturen über 30, teils über 35 Grad. Spitzenwerte nahe 40 Grad sind zum Monatswechsel zwischen Juni und Juli vor allem im Westen und Südwesten nicht ausgeschlossen. Besonders bedenklich sind auch die tropischen Nächte, in denen die Temperaturen mancherorts kaum unter 20, teils sogar nicht unter 25 Grad sinken dürften. Das bringt massive Belastungen für den Kreislauf und kann lebensgefährlich werden – insbesondere für ältere Menschen, Kranke, Pflegebedürftige sowie Kinder.

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Schon am Mittwoch wird es vielerorts sommerlich warm. Nach einer kurzen Zwischenabkühlung am Donnerstag mit lokalen Gewittern nimmt die Hitze ab Freitag Fahrt auf. Ab Samstag erreichen viele Regionen Dauerhöchstwerte – sogenannte „Hitzetage“ (über 30 Grad) und sogar „Wüstentage“ (über 35 Grad) stehen an. Die Hitzewelle könnte sich bis Donnerstag (3. Juli) oder Freitag (4. Juli) der kommenden Woche halten und sich dabei sogar weiter verschärfen. Lokal sind dann auch neue Juni-Hitzerekorde denkbar.

Gesundheitliche Gefahren nehmen stark zu – jetzt richtig vorbereiten

Die bevorstehende Hitze ist nicht einfach nur Sommerwetter – sie stellt eine ernsthafte Gesundheitsgefahr dar. Bei Temperaturen jenseits der 35-Grad-Marke steigt das Risiko für Kreislaufzusammenbrüche, Hitzschläge und Dehydrierung massiv an. Vor allem vulnerable Gruppen sollten tagsüber möglichst nicht ins Freie gehen. Einrichtungen wie Altenheime, Krankenhäuser und Kitas sollten frühzeitig Maßnahmen ergreifen, um gefährdete Menschen zu schützen. Dazu gehören etwa das Abdunkeln von Räumen, ausreichende Flüssigkeitszufuhr, häufige Ruhepausen und das Meiden körperlicher Anstrengung. Die aktuelle Wetterlage ist ungewöhnlich für die Jahreszeit. Extreme Hitzeereignisse in dieser Heftigkeit treten meist erst ab Mitte Juli auf. Dass solche Temperaturen bereits Ende Juni möglich sind, zeigt, wie weit der Klimawandel bereits fortgeschritten ist. Meteorologen sprechen von einer „potenziell gefährlichen Wetterlage“. Auch die Waldbrandgefahr wird in den kommenden Tagen drastisch steigen.

Sind wir wirklich vorbereitet auf den Hitzesommer 2025?

Die entscheidende Frage lautet: Wie gut sind wir vorbereitet auf diese extreme Hitzewelle – und womöglich viele weitere in diesem Sommer? Die Hitzewarnsysteme der Behörden laufen bereits, aber das reicht oft nicht aus. Viele Menschen unterschätzen die Gefahr. Der Sommer 2025 könnte einer der heißesten werden, die Deutschland je erlebt hat – mit direkten Folgen für Gesundheit, Infrastruktur und Landwirtschaft. Es ist höchste Zeit, sich selbst und andere zu schützen. Wer jetzt vorausschauend plant, kann schlimmere Folgen vermeiden: Wasser bevorraten, Kühlmöglichkeiten schaffen, Risikogruppen aktiv unterstützen. Denn wenn die Temperaturen kommende Woche wirklich auf 38 bis 40 Grad klettern – und das bereits zum Sommerbeginn – dann ist klar: Das ist keine normale Hitzewelle mehr. Das ist ein Ausnahmezustand.

Rubriklistenbild: © METEORED/www.daswetter.com

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