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Kolumne vom Meteorologen Dominik Jung
Geteilte Wetter-Lage in Deutschland mit Schnee und Frost – Winter-Hotspot wandert in neue Region
Zum Monatswechsel stellt sich die Frage: Kippt das Winterwetter oder verzögert der Frost den ersehnten Umschwung? Eine Wetter-Kolumne von Dominik Jung.
Der Start in die Woche zeigte noch einmal, wie zerrissen die Wetterlage ist. Während der Osten unter strengem Frost ächzte, lagen die Tageshöchstwerte am Montag (2. Februar) dort teils nahe –8 Grad, lokal sogar darunter. In der Uckermark wurde eine außergewöhnlich tiefe Tageshöchsttemperatur gemessen, wie sie dort seit Jahrzehnten kaum vorkam.
Die extreme Eiszeit im Nordosten flacht bis zum Wochenende deutlich ab. Dagegen wird es im Südwesten für die Jahreszeit deutlich zu warm sein, teilweise mit absoluten Höchstwerten von mehr als 10 Grad.
Ganz anders der Südwesten: Am Oberrhein wurden gleichzeitig Werte um +9 Grad erreicht, stellenweise sogar etwas mehr. Diese Spanne markiert den Wendepunkt. In den folgenden Nächten greifen von Westen her feuchtere Luftmassen über, die verbreitet Wolken und Niederschläge bringen. Während es im Westen meist regnet, fällt im Norden und Osten noch Schnee. Dazwischen droht zeitweise gefrierender Regen mit erhöhter Glättegefahr. Trotz dieser winterlichen Begleiterscheinungen zeigt sich bereits, dass der Frost zunehmend unter Druck gerät.
Mitte der Woche: Winter-Wetter verteidigt den Nordosten
Am Mittwoch (4. Februar) und Donnerstag (5. Februar) hält sich der Winter vor allem in der Nordosthälfte. Dort bleibt es oft bedeckt, mit wiederholten Schneefällen und Tageswerten zwischen etwa –4 und +2 Grad. Der Südwesten dagegen spürt den milden Einfluss deutlicher: Bei Auflockerungen steigen die Temperaturen dort auf 7 bis 10 Grad, im Breisgau lokal noch etwas höher.
Der Ostwind frischt vor allem an den Küsten und im Bergland stark böig auf und transportiert kalte Luft nach Westen, kann den allgemeinen Milderungstrend aber nicht stoppen. Nachts bleibt es im Osten frostig bis nahe –9 Grad, während der Westen regional bereits frostfrei bleibt. Der Winter zieht sich also zusammen, statt flächig zu dominieren.
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Wetter-Prognose bis Sonntag: Rückzug auch aus dem Nordosten
Zum Wochenende (7. und 8. Februar) verschiebt sich der Schwerpunkt weiter. Regen breitet sich zeitweise nach Norden und Osten aus, teils mit Schnee oder gefrierendem Regen vermischt, bevor sich die Lage beruhigt. Am Samstag liegen die Höchstwerte im Norden und Osten meist zwischen -1 und +3 Grad, im Westen und Süden dagegen bei 4 bis 11 Grad.
In der Nacht zum Sonntag bleibt der Südwesten vielerorts frostfrei, während der Nordosten noch leichte Minusgrade hält. Am Sonntag selbst dominiert ruhiges, trockenes Wetter. Selbst im Nordosten steigen die Maxima auf 3 bis 7 Grad. Der Winter ist damit in dieser Woche klar auf dem Rückzug, auch wenn er sich nachts noch bemerkbar macht.