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Kolumne von Meteorologe Dominik Jung
Frostgefahr im Mai? Warum die Eisheiligen eigentlich später kommen müssten – und wie kalt es wirklich wird
Die Eisheiligen stehen im Kalender, aber stimmen sie überhaupt noch? Wir erklären, was wetter.net zur Frostgefahr 2025 sagt. Eine Wetter-Kolumne von Dominik Jung.
Frankfurt - Vom 11. bis 15. Mai tauchen jedes Jahr dieselben Namen in alten Bauernregeln und Wetterkalendern auf: Mamertus, Pankratius, Servatius, Bonifatius und die „kalte Sophie“. Diese Heiligen sind als sogenannte „Eisheilige“ bekannt, weil in dieser Zeit traditionell die letzte Frostgefahr des Frühjahrs droht.
Wetter im Mai: Warum die Eisheiligen eigentlich später kommen müssten
Doch wissenschaftlich ist diese Regel längst umstritten. Denn durch die gregorianische Kalenderreform im Jahr 1582 verschoben sich die ursprünglichen Daten um etwa zehn Tage. In Wahrheit müssten die Eisheiligen also erst um den 21. bis 25. Mai erwartet werden. Auch der Wetterdienst wetter.net weist darauf hin, dass die tatsächlich letzte Frostgefahr meist nicht exakt mit den Kalenderdaten der Eisheiligen zusammenfällt.
Laut wetter.net kann es in diesem Jahr in der Nacht zu Dienstag und Mittwoch (13. und 14. Mai) regional nochmals zu Bodenfrost kommen, vor allem in klaren Nächten in Senken und auf dem Land. Danach sei laut aktueller Prognose die Frostgefahr aber deutlich rückläufig – ein Trend, der sich durch den Klimawandel verstärkt. Doch kommt jetzt der Frostschock oder ist der Mai gerettet? Meteorologisch sieht es so aus, als wären die schlimmsten Nächte überstanden.
Wetter 2025: Frost im Mai? Das sagen die Eisheiligen-Reime
Dennoch halten sich alte Bauernregeln hartnäckig. Zwei besonders bekannte lauten: „Pankraz, Servaz, Bonifaz, machen erst dem Sommer Platz.“ Oder: „Vor Bonifaz kein Sommer – nach der Sophie kein Frost.“ Solche Reime sind charmant, aber eher aus langjähriger Beobachtung als aus wissenschaftlicher Präzision entstanden. Laut Wetterdaten ist der Zeitpunkt letzter Bodenfröste regional sehr unterschiedlich – und damit eher Zufall als feste Regel. In Sachen Sommer steht uns im Jahr 2025 ein „Höllensommer“ bevor. Das zeigt ein europäische Wettermodell.
Wetter-Fazit: Zwischen Frost, Hoffnung und einem warmen Mai-Finale?
Was bringt der Mai nach dem Frostschock – bleibt es kühl oder kommt endlich der frühsommerliche Durchbruch? Die Zeichen stehen gut: Nach den letzten kühlen Nächten folgt ein Temperaturanstieg, vielerorts soll es sonniger und deutlich milder werden. Der Frost zieht sich also tatsächlich zurück – nur in einzelnen höheren Lagen kann es vereinzelt noch kritisch werden. Wer empfindliche Pflanzen draußen hat, sollte trotzdem noch ein Auge auf die Nachttemperaturen haben. Auch wenn die Eisheiligen nicht mehr ganz in den Kalender passen, behalten sie als Wetterphänomen und Tradition ihren Platz. Und ganz ehrlich: Ein bisschen Magie schadet selbst im Klimazeitalter nicht – besonders, wenn sie mit einem Lächeln und einem Reim daherkommt.
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