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Kolumne vom Meteorologen Dominik Jung

Droht nach Schneeschmelze und Dauerregen jetzt das große Hochwasser? Erste Flüsse erreichen Meldestufe 3

Dauerregen und Schneeschmelze lassen die Pegel steigen, erste Flüsse melden Hochwasserstufe 3. Viele fragen sich jetzt: Kommt die große Flut? Eine Wetter-Kolumne von Dominik Jung.

Nach tagelangem Regen und einsetzender Schneeschmelze sind die Pegelstände an vielen deutschen Flüssen deutlich angestiegen. Besonders in Oberfranken wurde stellenweise bereits Meldestufe 3 erreicht, was auf ein größeres Hochwasser hinweisen kann. Insgesamt gibt es vier Hochwassermeldestufen, wobei Stufe 3 bereits umfangreiche Ausuferungen und mögliche Überflutungen bedeutet.

Der Pegel in Fürth am Berg (Oberfranken) hat am Montagmorgen (23. Februar) die Meldestufe 3 erreicht. Es kommt zu ersten Überschwemmungen.

Auch an größeren Flüssen wie Rhein, Mosel, Main und Donau werden derzeit steigende Wasserstände beobachtet. Viele Anwohner verfolgen die Entwicklung deshalb mit wachsender Sorge und fragen sich, ob sich eine größere Hochwasserlage anbahnt.

Steigende Pegel sorgen für Unruhe – Experten geben vorsichtige Entwarnung

Trotz der angespannten Lage sehen Fachleute derzeit keine Hinweise auf ein extremes Hochwasserereignis. Zwar haben die Kombination aus Dauerregen und Schneeschmelze die Wasserstände deutlich erhöht, doch die Niederschläge lassen in den kommenden Tagen nach. Damit könnten sich die Pegelstände langsamer stabilisieren als zunächst befürchtet.

Lokale Überschwemmungen bleiben zwar möglich, doch ein großflächiges Hochwasser gilt aktuell als unwahrscheinlich. Entscheidend ist vor allem, dass keine neuen Starkregenfälle mehr erwartet werden, die die Situation erneut verschärfen könnten.

Wetterumschwung bringt Entspannung

Bereits ab Mittwoch (25. Februar) soll sich das Wetter deutlich beruhigen. Nach den aktuellen Prognosen setzt sich zunehmend trockenes und oft sonniges Wetter durch. Mit steigenden Temperaturen und länger anhaltenden Hochdruckphasen dürfte sich die Hochwasserlage vielerorts wieder entspannen. Zwar bleiben einzelne Flüsse zunächst noch auf erhöhtem Niveau, doch insgesamt rechnen Experten mit einer langsamen Normalisierung.

Gleichzeitig deutet sich vielerorts ein erster Hauch von Frühling an, nachdem die vergangenen Tage noch stark von Regen und wechselhaftem Wetter geprägt waren.

Rubriklistenbild: © Hochwassernachrichtendienst Bayern

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