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Bis zum Wochenende bleibt es mild. Nebel und Hochnebel dämpfen den Sonnenschein – danach kündigt sich eine Umstellung an. Eine Wetter-Kolumne von Dominik Jung.
Hamm – In den kommenden Tagen liegt Deutschland unter dem Einfluss zweier Hochdruckgebiete: Auf „Rita“ folgt „Sieglinde“, die bis zum Wochenende das Wetter bestimmen. Trotz dieser stabilen Wetterlage bleibt es vielerorts trüb. Grund dafür ist die Lage der Hochs, die feuchte Luftmassen ins Land lenken.
Diese Feuchtigkeit sammelt sich in den unteren Luftschichten und begünstigt die Bildung von Nebel und Hochnebel. Häufig lösen sich die grauen Schichten tagsüber nicht vollständig auf, sodass viele Regionen unter einem dichten Wolkendach verbleiben. Die Temperaturen steigen dennoch für die Jahreszeit bemerkenswert an: Bis zu 18 oder 19 Grad sind verbreitet möglich, im Westen können lokal sogar knapp 20 Grad erreicht werden.
Wetter-Prognose im Oktober: Sonne bleibt Mangelware
Der Oktober ist bekannt für solche „Hochdrucknebellagen“. Bei windschwachen Bedingungen, langen Nächten und einer tief stehenden Sonne haben Nebel- und Hochnebelfelder ideale Voraussetzungen, um sich zu halten. Das bedeutet: Zwar sorgt der Hochdruck für ruhiges und trockenes Wetter, aber der erhoffte goldene Oktober bleibt oft aus. Nur dort, wo sich der Nebel frühzeitig lichtet – etwa in höheren Lagen oder am Alpenrand – kann die Sonne noch einmal länger scheinen. Ansonsten dominieren graue, aber milde Tage ohne Regen.
Ab Montag, dem 13. Oktober, zeichnen die Wettermodelle eine deutliche Umstellung ab. Der Einfluss der Hochs schwächt sich ab, und von Norden her setzen sich zunehmend kühlere Luftmassen durch. Die Luft wird trockener, wodurch Nebel und Hochnebel zurückgedrängt werden – gleichzeitig sinken die Temperaturen spürbar. Tagsüber werden vielerorts nur noch 9 bis 14 Grad erreicht, und die Nächte verlaufen zunehmend klar. Damit verändert sich der Wettercharakter spürbar: Statt milder, grauer Hochdrucktage kündigt sich ein frühwinterlich-frischer Abschnitt an.
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Nächte werden kälter – deutlich steigende Frostgefahr
Mit der trockeneren Luft steigt die nächtliche Abkühlung deutlich. Besonders in klaren, windschwachen Nächten können die Temperaturen verbreitet bis in den Bodenfrostbereich absinken. In Senken und Kältelagen ist lokal auch Luftfrost möglich. Wer empfindliche Pflanzen im Garten hat, sollte die Umstellung im Blick behalten. Zunächst bleibt es zwar noch weitgehend trocken, doch die ruhig-warme Phase geht in der kommenden Woche spürbar zu Ende – möglicherweise mit einem frühwinterlichen „Paukenschlag“. In der Türkei drohen unterdessen schwere Unwetter.