Um Ihnen ein besseres Nutzererlebnis zu bieten, verwenden wir Cookies.
Durch Nutzung unserer Dienste stimmen Sie unserer Verwendung von Cookies zu.
Weitere Informationen
Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.
Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für
. Danach können Sie gratis weiterlesen.
Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
Bleibt der Atlantik aktiv, gibt es meist einen milden, feuchten Winter. Setzt sich dagegen der Kontinent mit Hochdruck durch, können polare Luftmassen aus Nordosten den Weg nach Mitteleuropa finden. Und genau diese Balance ist in diesem Jahr besonders spannend: Der Jetstream zeigt deutliche Wellenbewegungen, die auf ein instabiles Strömungsmuster hindeuten. Das bedeutet: Der Grundstein für extreme Temperaturgegensätze ist gelegt – und das schon mitten im Herbst.
Wetter-Prognose: Der Norden zittert, der Süden schwitzt – was uns das verrät
Ein Blick auf die aktuellen Temperaturkarten zeigt, dass sich Deutschland derzeit zwischen zwei völlig unterschiedlichen Wetterwelten befindet. Im Norden rauscht immer wieder kalte Polarluft herein, während der Süden teils spätsommerliche Werte nahe 20 Grad erreicht. Dieses Nord-Süd-Gefälle ist kein Zufall. Wir beobachten seit Wochen eine blockierende Hochdruckzone über Skandinavien, die kalte Luft aus Russland und der Arktis speichert.
Gleichzeitig sorgt ein ungewöhnlich warmer Atlantik für Energie und Feuchtigkeit – die perfekte Mischung für explosive Wetterumschwünge. Sollte sich das Hoch im Verlauf des Oktobers weiter verstärken, droht ein sogenannter „Frühwinter-Effekt“: Die Kälte kommt früher, bleibt länger und wird schärfer. Schon kleine Anzeichen wie frühe Nebelhäufung oder sinkende Bodenwerte können Hinweise darauf geben, dass der Winter seine Muskeln anspannt.
Tornados, Wüstenstürme, Zyklone: Wetterphänomene, die Sie kennen sollten
Warum der Polarwirbel diesmal den Ausschlag geben könnte
Besonders im Fokus steht derzeit der Polarwirbel – ein gigantisches Kältekarussell über der Arktis, das jedes Jahr darüber entscheidet, wie weit die Frostluft nach Süden ausbricht. In den vergangenen Jahren war er oft stark und stabil, was milde Winter in Mitteleuropa begünstigte. Doch in diesem Herbst zeigen die Messdaten, dass sich der Wirbel ungewöhnlich schwach formiert. Sollte er im November wirklich einbrechen, könnte das den Weg freimachen für arktische Kaltluftausbrüche direkt nach Mitteleuropa.
Dann wären Schneefälle bis ins Flachland schon vor Weihnachten möglich. Allerdings ist der Polarwirbel natürlich nicht die einzige Zutat für Winterwetter. Noch ist nichts entschieden, doch die Modelle deuten auf eine gefährlich kippelige Atmosphäre hin. Für alle Winterfans könnte das die erlösende Nachricht sein – für Energieverbraucher dagegen ein banges Warten. Der Oktober ist mehr als nur ein Übergangsmonat: Er ist das Vorspiel zu einem Winter, der alles andere als langweilig werden könnte.