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Kolumne vom Meteorologen Dominik Jung

Warnung vor ungeahnter Wetter-Veränderung, die unser Klima still und dauerhaft umschreiben könnte

Deutschland erlebt Anfang November überraschend warme Tage – Zufall, Klimawandel oder ein seltenes Wetterphänomen? Eine Wetter-Kolumne von Dominik Jung.

Kassel – Normalerweise startet Deutschlands Wetter Anfang November eher grau, feucht und kühl. Dieses Jahr aber legt eine ungewöhnlich milde Phase los. Am Sonntag (2. November) dominieren dichte Wolken, besonders im Süden regnet es längere Zeit, und im Nordwesten gibt es kurze Auflockerungen sowie einzelne Gewitter an der Nordsee. Trotz des trüben Himmels erreichen die Temperaturen erstaunliche 11 bis 16 Grad, begleitet von überwiegend schwachem Wind, im Westen und an der Küste jedoch teils böig.

Ungewöhnlich warme Luftmassen bestimmen die erste Novemberwoche in Deutschland - für die Jahreszeit ist es deutlich „zu warm“

In der Nacht bleibt es im Süden regnerisch, in den Alpen sinkt die Schneefallgrenze nur moderat auf etwa 1100 Meter, während die milde Luft weiter bestehen bleibt und kaum winterliche Kälte zulässt. Schon das wirkt, als halte der Herbst den Winter bewusst auf Abstand. Zumindest bis Mitte November, dann könnte ein Temperatursturz anstehen.

Unerwartet mild: Der November beginnt mit einem Temperatur-Rätsel

Am Montag (3. November) beruhigt sich das Wetter an den Alpen mit Auflockerungen, im Nordwesten ziehen dagegen erneut dichtere Wolken und Regen auf. Dazwischen bleibt es oft freundlich, im Südwesten sogar länger sonnig. Die Höchstwerte steigen auf 10 bis 17 Grad, mit frischem Südwestwind an der Küste und Sturmböen auf hohen Gipfeln.

Gesunde Herbstküche: Diese Lebensmittel stärken Immunsystem und Wohlbefinden

Verschiedene Birnensorten
Birnen sind reich an Ballaststoffen und Vitamin C. Sie fördern die Verdauung und stärken die Abwehrkräfte. Sie können roh, gedünstet oder gebacken genossen werden. Die Erntezeit liegt zwischen August und Oktober, was sie zu einem typischen Herbstobst macht. © Christin Klose/dpa-tmn
Freshly harvested rosehips in a metal colander under sunlight. Hagebutten
Hagebutten sind eine Vitamin-C-Bombe und enthalten Antioxidantien, die das Immunsystem stärken. Sie eignen sich für Tees, Marmeladen oder als Pulver. Um die Nährstoffe zu erhalten, sollten sie schonend verarbeitet werden, z. B. durch Trocknen für Tee oder als Mus. Hagebuttenpulver ist eine einfache Möglichkeit, Smoothies oder Müslis zu bereichern. © IMAGO
Chicorée (Cichorium endivia), Gemüse gegen schwarzen Hintergrund *** Chicory Cichorium endivia
Chicorée ist reich an Bitterstoffen, die die Verdauung fördern und den Stoffwechsel anregen. Er enthält auch Vitamin C und Folsäure. Er kann roh oder gedünstet verzehrt werden. © IMAGO/G. Lacz
Suesskartoffel, Suess-Kartoffel, Batate, Knollenwinde, Weisse Kartoffel (Ipomoea batatas), geschnitten sweet potato
Süßkartoffeln sind reich an Beta-Carotin, Vitamin C und Ballaststoffen. Sie unterstützen die Sehkraft und das Immunsystem. Sie können gebacken, gekocht oder püriert werden. Die Ernte erfolgt meist im Spätsommer und Frühherbst. © IMAGO/Steidi
Kartoffeln, Kartoffelschalen und ein Sparschäler auf einem Holzbrett.
Kartoffeln sind eine gute Quelle für Kalium, Vitamin C und Ballaststoffe. Sie liefern Energie und fördern die Verdauung. Gekocht oder gebacken sind sie besonders gesund. Ihre Haupterntezeit liegt zwischen Juli und Oktober, weshalb sie im Herbst besonders frisch verfügbar sind. © JB/Shotshop/Imago
Freshly harvested garlic bulbs resting on a wooden log in a garden Freshly harvested garlic bulbs displayed on a wooden Knoblauch
Knoblauch enthält Allicin, eine Verbindung mit antibakteriellen und antiviralen Eigenschaften. Er stärkt das Immunsystem und kann den Blutdruck senken. Frisch zerdrückt entfaltet er die beste Wirkung. © IMAGO/Zoonar.com/Nerijus Liobe
Eine leuchtend rote Zwiebel wird auf einem rustikalen Holzbrett neben einem scharfen Messer in zwei Hälften geschnitten
Zwiebeln sind reich an Antioxidantien und Schwefelverbindungen, die das Immunsystem stärken und entzündungshemmend wirken. Sie können roh, gebraten oder gekocht verwendet werden. © IMAGO/imageBROKER/Galina Didebashvili
Knollensellerie, Knollen-Sellerie, Wurzelsellerie, Wurzel-Sellerie, Sellerie, Echter Sellerie
Sellerie, ob als Staude oder Knolle, ist kalorienarm und reich an Kalium und Vitamin K. Er wirkt entwässernd und unterstützt die Nierenfunktion. Staudensellerie eignet sich besonders gut roh, etwa in Salaten, während Knollensellerie häufig gekocht, gebacken oder püriert verwendet wird. © IMAGO/Steidi
Karotten
Karotten sind reich an Beta-Carotin, das die Sehkraft unterstützt. Sie enthalten auch Ballaststoffe und Vitamin K. Roh oder gekocht sind sie ein gesunder Snack. © Stefanie Baum/IMAGO
Penknife and freshly harvested corn salad lying on wooden table Feldsalat
Feldsalat ist eine hervorragende Quelle für Folsäure, Vitamin C und Eisen. Er stärkt das Immunsystem und ist besonders roh als Salat gesund. Seine Haupterntezeit beginnt im Herbst und reicht bis in den Winter hinein. © IMAGO/Larissa Veronesi
Steckrüben sind kalorienarm und reich an Ballaststoffen, Vitamin C und Kalium
Steckrüben sind kalorienarm und reich an Ballaststoffen, Vitamin C und Kalium, wasdie Verdauung förder und die Abwehrkräfte stärkt. Sie können gekocht oder gebacken werden. © IMAGO
A close-up of fresh green spinach leaves in a bowl Spinat in einer Schüssel
Spinat ist reich an Eisen, Kalzium und Vitamin K. Er unterstützt die Blutbildung und stärkt die Knochen. Schonendes Garen erhält die Nährstoffe. Frischer Spinat wird typischerweise im Frühjahr und Herbst geerntet. © IMAGO/Hanna Yakimenko
Lauch, Lauchstangen und Lauchringe in Schüssel Leek, leek sticks and leek rings in a bowl
Lauch enthält schwefelhaltige Verbindungen, die das Immunsystem stärken und entzündungshemmend wirken. Er ist reich an Vitamin C und Ballaststoffen und eignet sich für Suppen und Eintöpfe. © IMAGO/imageBROKER/Jürgen Pfeiffer
Ein Korb voller Pilze auf einer roten Tischdecke.
Wildpilze wie Pfifferlinge und Steinpilze sind kalorienarm und reich an Vitamin D, das für die Knochengesundheit wichtig ist. Sie enthalten auch Antioxidantien und Beta-Glucane, die das Immunsystem unterstützen. Ihre Hauptsaison liegt im Spätsommer und Herbst, wenn sie frisch gesammelt werden können. © IMAGO / Uwe Meinhold
Rosenkohl
Rosenkohl ist eine Vitamin-C-Bombe und enthält viele Ballaststoffe. Er stärkt das Immunsystem und fördert die Verdauung. Schonendes Garen erhält die Nährstoffe. Er kann aber auch roh, beispielsweise in Salaten, verzehrt werden. © Panthermedia/Imago
Pastinaken auf einem schwarzen Brett
Pastinaken enthalten viel Kalium und Ballaststoffe. Sie fördern die Verdauung und sind leicht verdaulich. Sie eignen sich für Suppen, Pürees oder als Ofengemüse. © IMAGO
Geröstete Maronen
Maronen sind fettarm, aber reich an Kohlenhydraten und Ballaststoffen, was sie zu einer leichteren, aber dennoch nährstoffreichen Alternative zu klassischen Nüssen macht. Sie liefern Vitamin C und B-Vitamine. Die Esskastanien eignen sich hervorragend als Snack oder Zutat in Suppen und Pürees. © Pond5 Images/Imago
Bowl of fresh kale Grünkohl
Grünkohl ist reich an Vitamin K, C und Eisen. Er unterstützt die Blutgerinnung und stärkt das Immunsystem. Grünkohl sollte nicht zu lange gekocht werden, um die Nährstoffe zu bewahren. Auch roh kann man ihn genießen, etwa in grünen Smoothies oder Salaten. © IMAGO
Geschälte Walnüsse in einem Löffel auf Sackleinen, ganze Nüsse in einer Schüssel auf einem dunklen Holzbrett Walnuts
Walnüsse liefern Omega-3-Fettsäuren, die gut für das Herz und das Gehirn sind. Sie enthalten auch Vitamin E und Antioxidantien. Eine Handvoll pro Tag ist aufgrund des Fettgehalts ausreichend. © IMAGO/imageBROKER/kostrez
Kürbis
Kürbis ist reich an Beta-Carotin, einer Vorstufe von Vitamin A, das die Sehkraft unterstützt und das Immunsystem stärkt. Zudem enthält er Ballaststoffe, die die Verdauung fördern. Kürbiskerne liefern gesunde Fette und Magnesium. Es gibt keine Obergrenze für den Verzehr, aber die Kerne sollten in Maßen genossen werden, das sie einen hohen Kaloriengehalt und Fettanteil haben. © Zoonar.com/Peter Himmelhuber/IMAGO
Rotkohl
Rotkohl enthält viel Vitamin C und sekundäre Pflanzenstoffe wie Anthocyane, die entzündungshemmend wirken. Er stärkt das Immunsystem und schützt die Zellen. Rotkohl sollte schonend gegart werden, um die Nährstoffe zu erhalten. © Pond5 Images/Imago
Eine Schale mit Haselnüssen.
Haselnüsse sind reich an Vitamin E, Magnesium und gesunden Fetten. Sie fördern die Herzgesundheit und wirken entzündungshemmend. Auch hier gilt: Eine Handvoll pro Tag genügt. © IMAGO / Panthermedia
rote bete,rote bete carpaccio,rote beete,rote rübe,rote rüben,rote-bete-carpaccio Rote Bete auf einem Teller
Rote Bete ist reich an Folsäure, Eisen und Kalium. Sie unterstützt die Blutbildung und kann den Blutdruck senken. Der Pflanzenfarbstoff Betanin wirkt antioxidativ. Menschen mit Nierenproblemen sollten den Verzehr einschränken. © IMAGO/Addictive Stock
Draufsicht auf reife Äpfel auf einem Teller mit einem Messer und einer Serviette
Äpfel sind eine hervorragende Quelle für Vitamin C und Ballaststoffe. Sie fördern die Verdauung und stärken das Immunsystem. Der Pflanzenstoff Quercetin wirkt entzündungshemmend. Äpfel können roh, gekocht oder gebacken verzehrt werden. © IMAGO/Zoonar.com/Olga Gubskaya
Quitten
Quitten sind reich an Ballaststoffen und Vitamin C. Sie fördern die Verdauung und stärken die Abwehrkräfte. Da sie roh schwer verdaulich sind, sollten sie gekocht oder gebacken werden. Quitten eignen sich hervorragend für Gelees, Kompott oder als Zutat in herzhaften Gerichten. © Shotshop/IMAGO

Auch am Dienstag (4. November) bleibt es im Norden stark bewölkt und trocken, während im Süden nach Nebelauflösung verbreitet Sonne scheint. Die Temperaturen liegen bei milden 11 bis 18 Grad, im Süden häufig nahezu windstill. Der Mittwoch (5. November) setzt das Muster fort: wechselnd bewölkt im Norden, sonst sonnig oder neblig in Tälern. Werte zwischen 11 und 21 Grad sorgen für fast spätsommerliche Stimmung, begleitet von schwachem bis mäßigem Südwestwind und starken Böen an der Nordsee.

Klima dauerhaft umschreiben: Ist das normal oder ein Zeichen der Zukunft?

Am Donnerstag (6. November) präsentiert sich der Westen wolkig und gelegentlich nass, sonst bleibt es aufgelockert, an der Donau länger neblig. Die Temperaturen bewegen sich zwischen 11 Grad bei Nebel und etwa 20 Grad im Ballungsraum Ruhrgebiet. Am Freitag (7. November) bleibt es überwiegend bewölkt und trocken bei rund 10 bis 17 Grad und schwachem bis mäßigem Südwind.

Experten betonen, dass milde Luftmassen Anfang November nicht völlig ungewöhnlich sind, solche lang anhaltenden Warmphasen aber häufiger auftreten. Atlantische Südwestströmungen und die globale Erwärmung verstärken diese Entwicklung. Was einst selten war, scheint sich zunehmend, als neues Muster einzuschleifen, und genau das macht diese scheinbar harmlosen Novembertage so bemerkenswert.

Doch auch das umgekehrte Szenario ist noch möglich: Was passiert, wenn Deutschland plötzlich wochenlang im eisigen Griff des Winters erstarrt?

Rubriklistenbild: © METEORED/www.daswetter.com

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