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Kolumne vom Meteorologen Dominik Jung

Polarfront trifft Deutschland mit voller Wucht: Ein Tag bringt historischen Wettersturz

Deutschland steht vor einem dramatischen Wetterumschwung: Eine arktische Luftmasse sorgt für Schnee, Sturm und Frost. Eine Wetter-Kolumne von Dominik Jung.

Am Dienstag (24. März) zeigt sich das Wetter zunächst noch vergleichsweise ruhig. Während im Süden oft die Sonne scheint, ziehen über die übrigen Landesteile zeitweise dichtere Wolken hinweg, jedoch bleibt es meist trocken. Lediglich im äußersten Norden sowie an der Nordseeküste kann es vereinzelt etwas regnen. Die Temperaturen erreichen dabei milde 15 bis 21 Grad, im Norden etwas weniger.

Aus Nordwesten rast eine Kaltfront mit Schnee (blaue Symbole) und Wintergewittern (rote Symbole) über Deutschland hinweg.

In der Nacht zum Mittwoch (25. März) nimmt die Bewölkung im Nordwesten deutlich zu, und schauerartiger, teils gewittriger Regen breitet sich bis zum Morgen etwa bis zur Linie Saarland–Rügen aus. Die Tiefstwerte liegen zwischen 11 und 6 Grad, im Südosten zwischen 6 und 2 Grad, an den Alpen ist örtlich leichter Frost möglich.

Wetter stürzt im März ab: Polarfront bringt Schnee bis in tiefe Lagen

Am Mittwoch erfasst die Kaltfront das gesamte Land. Regen und einzelne Gewitter ziehen ostwärts, während von Westen her kräftige Schauer und Graupelgewitter folgen. Die Schneefallgrenze sinkt im Westen auf etwa 500 bis 700 Meter, an den Alpen auf 700 bis 1000 Meter. Die Temperaturen erreichen nur noch 9 bis 17 Grad. In der Nacht zum Donnerstag (26. März) wird es verbreitet unbeständig mit schauerartigen Niederschlägen, die teils bis in tiefere Lagen in Schnee übergehen können. Die Temperaturen sinken auf +5 bis -2 Grad. Am Donnerstag selbst setzt sich das wechselhafte und deutlich kältere Wetter fort: Bei Höchstwerten von nur 3 bis 10 Grad fällt wiederholt Regen, oberhalb von rund 400 Metern Schnee, lokal auch tiefer.

Wintereinbruch mit Frost und Neuschnee bis zum Wochenende

Besonders in den Alpenregionen hält der Schneefall bis Freitag (27. März) an, wobei sich oberhalb von 1500 bis 2000 Metern erhebliche Neuschneemengen ansammeln können. Auch sonst bleibt es kühl und wechselhaft mit Schauern, im Bergland weiterhin als Schnee. Die Höchstwerte liegen meist zwischen 3 und 10 Grad. In den Nächten kommt es verbreitet zu Frost, mit Tiefstwerten bis -5 Grad im Süden. Am Wochenende setzt sich das unbeständige Wetter fort: Regen und Schnee wechseln sich ab, vor allem im Süden sind erneut Schneefälle bis in tiefere Lagen möglich. Damit steht Deutschland ein markanter Winterrückfall bevor, der insbesondere für die bereits weit entwickelte Vegetation erhebliche Schäden bedeuten könnte.

Rubriklistenbild: © Wetterdienst Q.met / www.wetterdata.de

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