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Kolumne vom Meteorologen Dominik Jung
Blockade-Hoch Heiko regiert Europa: Wetter-Modelle zeigen eindeutige Prognose bis weit in den März hinein
Ein stabiles Hoch sorgt für frühe Frühlingsgefühle. Doch dahinter könnte später noch eine gefährliche Wendung warten. Eine Wetter-Kolumne von Dominik Jung.
Normalerweise meldet sich der Frühling im Spätwinter nur kurz zu Wort: Ein oder zwei milde Tage, danach kehren Kälte, Regen oder sogar Schneeregen zurück. Doch dieses Mal könnte alles anders laufen. Die aktuellen Wettermodelle deuten darauf hin, dass sich Hoch Heiko als echter Frühlingsmacher entpuppt. Das kräftige Hochdruckgebiet liegt über Mitteleuropa und könnte Tiefdruckgebiete über längere Zeit fernhalten. Damit würden kühlere Luftmassen kaum eine Chance bekommen.
Stattdessen stellt sich eine milde bis sehr warme Südwestströmung ein, die Luft aus subtropischen Regionen über Spanien und Frankreich bis nach Deutschland führt. Schon in dieser Woche steigen die Temperaturen deutlich an und erinnern vielerorts eher an März oder sogar April als an den ausgehenden Winter.
Wenn der Frühling plötzlich bleibt: Stabiles Hoch blockiert Tiefdruckgebiete
Besonders bemerkenswert ist die mögliche Dauer dieser Wetterlage. Einige Modellläufe zeigen, dass sich das Hoch über längere Zeit behaupten könnte – möglicherweise bis weit in den März hinein. Sollte sich diese Entwicklung bestätigen, wäre das eine ungewöhnlich stabile Hochdruckphase für die Jahreszeit. Neben viel Sonnenschein wären auch überdurchschnittliche Temperaturen wahrscheinlich.
Es riecht nach dauerhaftem Frühlingswetter, vielleicht sogar nach einer frühen Wärmewelle mit zweistelligen Höchstwerten an vielen Tagen. Bis etwa zum 10. März könnte sich diese ruhige Wetterphase fortsetzen. Regenfälle wären in dieser Zeit selten, und auch winterliche Rückfälle scheinen zunächst kaum in Sicht.
Tornados, Wüstenstürme, Zyklone: Wetterphänomene, die Sie kennen sollten
Ganz ausgeschlossen sind spätere Kaltlufteinbrüche allerdings nicht. Gerade nach längeren milden Phasen kann sich die Wetterlage im Spätwinter schnell umstellen. Sollte nach der warmen Witterung doch noch einmal kalte Luft nach Mitteleuropa vorstoßen, könnte das problematisch werden. Viele Pflanzen dürften in den kommenden Tagen stark auf die Wärme reagieren und früh austreiben oder sogar zu blühen beginnen.
Ein später Frost hätte dann deutlich größere Auswirkungen als nach einem normalen Winterverlauf. Vorerst zeigen die Prognosen jedoch vor allem eines: einen außergewöhnlich frühen und möglicherweise anhaltenden Start in den Frühling – mit offenem Ende.