Hätte sie überhaupt fahren dürfen?
Auf Heimweg von Bauernprotest: Teenager (17) stürzt mit Traktor Böschung hinab
Am späten Montagabend (15. Januar) hatte eine 17-jährige Traktorfahrerin großes Glück, als sie mit ihrem tonnenschweren Fahrzeug eine Böschung hinunterrollte.
Bischofswerda - Die junge Fahrerin war offenbar auf dem Heimweg von einem Bauernprotest, wie unter anderem die Bildzeitung berichtet, als ihr das tückische Glatteis auf der Fahrbahn zum Verhängnis wurde.
Laut der Polizei Görlitz war der Teenager gerade dabei, von der Bundesstraße auf den Drebnitzer Weg abzubiegen, als sie aufgrund von Schnee und Eis die Kontrolle über den Traktor verlor. Die tonnenschwere Maschine rutschte in der Folge nach rechts etwa zwei bis drei Meter einen Straßengraben hinab und kippte schließlich um.
Die 17-Jährige blieb wie durch ein Wunder unverletzt. Der 6,5 Tonnen schwere Traktor musste von der Feuerwehr und einem Spezialunternehmen unter Zuhilfenahme von sogenannten Hebekissen geborgen werden. Es liefen etwa 200 Liter Diesel aus.
Wie ein Polizeisprecher auf Nachfrage von om-online.de erklärte, kam die Löningerin offenbar von der Trecker-Demo vor dem Zentrallager der Discounter-Kette Lidl im Cloppenburger Gewerbegebiet in Emstekerfeld. Sie sei wohl auf dem Heimweg gewesen.
Hätte die 17-Jährige überhaupt fahren dürfen?
Problem: Für diesen Zweck hätte die 17-Jährige das große Gefährt offenbar gar nicht fahren dürfen. „Hier steht eventuell ein Fahren ohne Führerschein im Raum“, erklärte ein Polizeisprecher gegenüber tag24.de.
Der Grund: Im normalen landwirtschaftlichen Gebrauch darf die 17-Jährige den Traktor durchaus bedienen. Nicht jedoch, um private Fahrten nach Berlin zu machen. Auch nicht, wenn es sich um die Teilnahme an einer Bauerndemonstration handelt.
mz