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Kolumne vom Meteorologen Dominik Jung

Wettermodelle drehen jetzt: In zwei Regionen drohen Starkregen und Überschwemmungen

Extreme Regenmengen, steigende Pegel und mögliche Überschwemmungen sorgen in den kommenden Tagen für Unsicherheit. Eine Wetter-Kolumne von Dominik Jung.

Die aktuelle Entwicklung der Wetter-Modelle zeigt eine überraschend deutliche Veränderung der Großwetterlage. Noch vor wenigen Tagen war von einer eher ruhigen Phase die Rede, doch inzwischen rechnen mehrere Simulationen mit kräftigen Tiefdruckgebieten und lang anhaltendem Regen. Besonders im Westen und Südwesten Deutschlands deuten sich markante Niederschlagssignale an.

Düstere Prognose für die Karnevalswoche: Heftige Niederschläge, besonders im Südwesten von Deutschland.

Meteorologen sprechen davon, dass sich die Modelle zunehmend stabilisieren und nun eine deutlich nassere Variante bevorzugen. In Staulagen der Mittelgebirge könnten sich Regengebiete festsetzen und über viele Stunden hinweg intensive Niederschläge bringen, was die Lage zunehmend kritisch erscheinen lässt.

Wetter-Modelle drehen komplett

Nach aktuellen Berechnungen können regional mehr als 100 Liter Niederschlag pro Quadratmeter zusammenkommen. Vor allem rund um den Schwarzwald und in Teilen von Rheinland-Pfalz sowie Baden-Württemberg steigt das Risiko für Dauerregenlagen. Da die Temperaturen meist mild bleiben, fällt ein Großteil als Regen und gelangt direkt in die Flüsse. Hydrologen beobachten daher aufmerksam die möglichen Pegelanstiege. Kleine Bäche reagieren besonders schnell auf solche Regenmengen, während größere Flüsse verzögert ansteigen könnten. Sollte sich die Prognose bestätigen, wären lokale Überschwemmungen und überflutete Straßen nicht ausgeschlossen.

Fastnacht unter nassen Vorzeichen

Auch der Blick auf die kommenden Tage rund um Fastnacht bleibt turbulent. Immer wieder ziehen neue Regenfelder durch, begleitet von windigen Abschnitten und zeitweise milderen Luftmassen. Ein echter Wintereinbruch ist nach aktuellem Stand kaum in Sicht, stattdessen dominieren wechselhafte und feuchte Bedingungen. Kurzfristige Abkühlungen könnten zwar zwischen den Fronten auftreten, doch nachhaltiger Frost bleibt unwahrscheinlich. Dann könnte es besonders nachts auch mal Schnee und Schneeregen bis runter geben.

Insgesamt zeigt sich eine Wetterphase, die eher an einen verlängerten Herbst erinnert. Viele Regionen müssen sich deshalb auf wiederholte Regenfälle einstellen, während die Unsicherheit über das tatsächliche Ausmaß der Niederschläge weiterhin hoch bleibt. Zuletzt war noch vor Chaos durch Blitzeis und Eisregen gewarnt worden.

Rubriklistenbild: © Wetterdienst ECMWF

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