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Kolumne vom Meteorologen Dominik Jung

Winter legt früh los: Das bedeutet der Kälteeinbruch für die kommenden Wochen – trübes Schmuddel-Wetter droht

Ein früher Wintereinbruch sorgt für Schnee und strengen Frost. Doch überraschend kippt die Wetterlage erneut. Eine Wetter-Kolumne von Dominik Jung.

Kassel – Der Winter hat in diesem Jahr einen ungewöhnlich frühen Auftritt hingelegt. In vielen Regionen präsentierte er sich zunächst nasskalt, während ab etwa 400 bis 500 Metern häufiger Schneeregen oder Schnee fiel. Besonders im Süden und Südosten verwandelten sich Teile der Alpen sowie der Bayerische Wald und das Erzgebirge zeitweise in eine verschneite Winterlandschaft. Abseits der Mittelgebirge dominierte allerdings graues Schmuddelwetter: Nässe, niedrige Temperaturen und trüber Himmel bestimmten den Alltag. Dieses wechselhafte und typisches Spät­november­wetter setzt sich zunächst bis zum Wochenende (29. und 30. November) fort und sorgt dafür, dass der frühzeitige Wintercharakter zwar spürbar bleibt, aber nur begrenzt landesweit winterlich wirkt.

Nächste Woche rechnen mehrere Wettermodelle mit einer deutlichen Milderung - regional sind 10 °C und mehr möglich.

Nach dem 1. Advent setzt kräftige Milderung beim Wetter ein

Trotz der teils sehr strengen Kälte, die am Wochenende lokal Tiefstwerte bis nahe minus 20 Grad brachte, kündigt sich ein deutlicher Temperaturanstieg an. Bereits kurz nach dem 1. Advent (30. November) erreichen im Westen Deutschlands die Tageshöchstwerte voraussichtlich um 10 Grad, während der Südosten mit 3 bis 4 Grad weiterhin frisch, aber nicht mehr winterlich kalt bleibt. Die eisigen Nächte, die für viel Aufmerksamkeit sorgten, verlieren damit rasch an Bedeutung. Meteorologisch betrachtet handelt es sich also eher um einen kurzen, aber intensiven Kaltvorstoß, nicht jedoch um den Beginn eines dauerhaften Wintereinbruchs. Vielmehr deutet die großräumige Wetterlage auf eine Umstellung in Richtung zonaler Westlagen hin, die mildere Atlantikluft nach Mitteleuropa führen.

Dezemberbeginn: Viel Nebel, Hochnebel und wenig Wetterdynamik

Für die ersten zehn Dezembertage rechnen die Modelle überwiegend mit einem ruhigen, häufig trüben und mäßig milden Witterungsabschnitt. Unter hohem Luftdruck bilden sich verbreitet Nebel und Hochnebel, oft löst sich die graue Decke tagsüber kaum auf. Niederschläge bleiben eher spärlich, und größere Temperaturschwankungen sind ebenfalls nicht zu erwarten. Damit präsentiert sich der Dezemberstart eher unspektakulär: kein Dauerwinter, keine markanten Extremwerte, sondern typisches Mitteleuropa-Schmuddelwetter. Für Winterfreunde bedeutet das Warten, während alltagsbedingt eher stabile, aber wenig ansprechende Wetterverhältnisse bevorstehen.

Rubriklistenbild: © Wetterdienst Q.met /www.wetterdata.de

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