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Kolumne vom Meteorologen Dominik Jung
Winter hält sich hartnäckig, Wetter-Prognosen kündigen neuen Vorstoß an – Mehrere Regionen im Fokus
Der Winter meldet sich ein letztes Mal mit voller Wucht zurück. Schnee, Eisregen und Glatteis treffen den Westen am Montag. Eine Wetter-Kolumne von Dominik Jung.
Kassel – Am Montagmorgen (12. Januar) erreicht der Winter im Westen seinen Höhepunkt. Zwischen Nordsee und Schwarzwald ziehen dichte Wolkenfelder auf, die teils kräftigen Schneefall bringen. Besonders brisant wird die Wetterlage, wenn der Schnee gebietsweise in Eisregen übergeht. Dann genügt schon wenig Niederschlag, um Straßen und Gehwege spiegelglatt zu machen. Der morgendliche Berufsverkehr wird dadurch beeinträchtigt. Selbst Hauptverkehrsachsen können zeitweise unpassierbar werden, Staus und Unfälle sind wahrscheinlich.
Meteorologisch markiert dieses Ereignis zwar das Ende der winterlichen Phase, doch gerade dieser Übergang sorgt oft für die größten Probleme. Viele Menschen unterschätzen Eisregen, obwohl er zu den gefährlichsten Wettererscheinungen im Winter zählt und innerhalb kürzester Zeit ein flächendeckendes Glatteis erzeugen kann.
Diese Regionen stehen besonders im Wetter-Fokus
Besonders betroffen sind weite Teile von Nordrhein-Westfalen, darunter das Rheinland und das Ruhrgebiet, außerdem Rheinland-Pfalz, Hessen und das Saarland. Auch Teile von Niedersachsen sowie von Baden-Württemberg geraten in den Einflussbereich der winterlichen Niederschläge. Hier drohen blockierte Straßen, liegengebliebene Fahrzeuge und massive Verzögerungen im öffentlichen Nahverkehr. Wegen Sturmtief „Elli“ musste sogar eine Kreuzfahrt ihre Route ändern.
Vereiste Gehwege erhöhen zusätzlich die Unfallgefahr für Fußgänger. Experten raten dringend, mehr Zeit für den Arbeitsweg einzuplanen oder, wenn möglich, auf das Auto zu verzichten. Wer die Möglichkeit hat, sollte am Montagmorgen besser im Homeoffice bleiben.
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Winter-Wetter sorgt für glatte Straßen, dann wird es rasch milder
Im Tagesverlauf verlagert sich das Winterchaos weiter in die Mitte und den Osten Deutschlands. Auch dort muss zunächst mit glatten Straßen gerechnet werden, bevor die Niederschläge allmählich abklingen. Hinter der Kaltfront setzt von Westen her mildere Luft ein. Entlang des Rheins steigen die Temperaturen bereits am Nachmittag auf bis zu sieben Grad. Schnee und Eis tauen dann langsam ab.
Der Montagmorgen bleibt eine kritische Phase mit hohem Verkehrsrisiko. Wer unterwegs sein muss, sollte besonders vorsichtig fahren, ausreichend Abstand halten und sich auf längere Fahrzeiten einstellen. Dieser Winterabschied hat es noch einmal in sich.