Kolumne vom Meteorologen Dominik Jung
30 Grad Unterschied: Deutschland steht markanter Wetterwechsel bevor
Nach eisigen Nächten mit strengem Frost dreht das Wetter nun komplett. Warme Luftmassen fluten Deutschland. Eine Wetter-Kolumne von Dominik Jung.
Deutschland erlebt einen markanten Wetterwechsel. Nachdem besonders der Nordosten in den vergangenen Wochen immer wieder unter Dauerfrost und eisigen Nächten litt, setzt nun eine grundlegende Umstellung der Großwetterlage ein. Ab Samstag (21. Februar) steigen die Temperaturen Schritt für Schritt an.
Verantwortlich ist eine deutliche Verlagerung des Jetstreams nach Mitteleuropa. Dadurch wird sehr milde Höhenluft aus südwestlichen Richtungen herangeführt. Diese Luftmassen erfassen zunächst die höheren Luftschichten, wirken sich aber zunehmend auch bis zum Erdboden aus. Aktuell haben Urlaubsregionen Europas stark mit Überschwemmungen zu kämpfen.
Wetterumschwung durch veränderte Großwetterlage
Noch am Freitagmorgen (20. Februar) wurden in Teilen von Brandenburg Tiefstwerte von bis zu minus 15 Grad gemessen. Solche Werte erinnerten eher an Hochwinter als an den nahenden Frühling. Doch die Erwärmung wird dort besonders deutlich ausfallen, wo es zuletzt am kältesten war.
Innerhalb weniger Tage steigen die Temperaturen im Nordosten von strengem Frost auf deutlich zweistellige Pluswerte. Dieser Temperaturanstieg von rund 30 Grad markiert eine echte Wetterwende um 180 Grad. Die milde Luft kann sich dank zunehmender Sonneneinstrahlung und schwächerer Kaltluftzufuhr rasch durchsetzen.
Mittwoch und Donnerstag mit Spitzenwerten
Die beiden wärmsten Tage der kommenden Woche werden voraussichtlich der Mittwoch (25. Februar) und der Donnerstag (26. Februar) sein. Dann sind verbreitet 15 bis 20 Grad möglich. Im Westen und Südwesten könnten lokal sogar 21 oder 22 Grad erreicht werden. Damit fühlt sich das Wetter zeitweise eher nach April oder sogar frühem Mai an.
Besonders in Regionen, die zuvor lange unter Frost litten, wird der Temperaturanstieg als extrem empfunden. Ob sich die milde Phase länger hält oder erneut kühlere Luft nachrückt, hängt davon ab, wie stabil sich die Strömung über Mitteleuropa etabliert.
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