Tragischer Unfall in Olympia-Achterbahn
„Sah, wie die Warnweste wegflog“: Zeuge berichtet von Todes-Drama beim Oktoberfest-Aufbau
Ein tragisches Unglück erschütterte die Vorbereitungen für das Oktoberfest: Ein 20-jähriger Arbeiter kam bei einer Probefahrt auf dem Olympia-Looping ums Leben. Der junge Mann wurde von einer Gondel erfasst, während er einen Waggon reinigte. Die Ermittlungen zum genauen Unfallhergang dauern an.
München – Wenige Tage vor Beginn des Oktoberfests ereignete sich ein tragischer Unfall auf dem Gelände. Ein 20-jähriger Arbeiter, der gerade mit der Reinigung eines Waggons auf der Achterbahn Olympia-Looping beschäftigt war, wurde von einem heranrasenden Zug erfasst und tödlich verletzt. Die Hintergründe des Unglücks sind noch nicht vollständig geklärt, die Ermittlungen laufen auf Hochtouren.
Tragödie beim Olympia-Looping: Arbeiter von Gondel erfasst
Am Vormittag um 10.53 Uhr kam es auf dem Oktoberfest-Gelände zu einem tragischen Zwischenfall: Ein junger Arbeiter, der auf der Achterbahn Olympia-Looping mit der Reinigung eines Waggons beschäftigt war, wurde während einer Testfahrt von einer heranfahrenden Gondel erfasst. Bild-Informationen zufolge wurde der 20-Jährige mit voller Wucht am Kopf getroffen. Trotz mehrfacher Warnungen durch Hup-Töne wurde er mit Tempo 50 erfasst und tödlich verletzt. Laut einem Sprecher der Feuerwehr ereignete sich das Unglück kurz vor der Stelle, an der die Züge starten und anhalten.
„Der Mann wurde bei voller Fahrt von einer Gondel getroffen und blieb schwer verletzt unter den Schienen liegen“, schildert ein Feuerwehr-Sprecher. Umgehend alarmierten seine Kollegen die Rettungskräfte.
Zeuge berichtet von dramatischen Sekunden
Ein Augenzeuge des schrecklichen Vorfalls schilderte gegenüber unserem Partnerportal „tz.de“ die dramatischen Ereignisse: „Ich sah, wie die Warnweste wegflog.“ Der Mann, der das Unglück mitansehen musste, erklärte, dass der 20-Jährige zwischen zwei Gleisen stand und einen stehenden Zug putzte, als plötzlich ein zweiter Zug auf dem orangenfarbigen Gleis herannahte und ihn traf.
Das Unfallopfer stammte aus Rumänien und war Teil des Teams, das für die Wartung der Fahrgeschäfte auf dem Oktoberfest zuständig ist. Trotz des schnellen Eingreifens der Rettungskräfte, die bereits wenige Minuten nach dem Notruf eintrafen, kam für den jungen Mann jede Hilfe zu spät.
Ermittlungen zum Unfallhergang dauern an
Nach dem Unfall sperrte die Polizei München das Gelände rund um den Olympia-Looping weiträumig ab. Spezialisten untersuchten die Unfallstelle, insbesondere den Bereich kurz vor dem Ein- und Ausstieg. Welcher der vier Züge (Farben: grün, blau, rosa) den Mann traf, ist bislang noch unklar.
Das Kommissariat 13, das für Betriebsunfälle zuständig ist, hat die Ermittlungen aufgenommen. Auch die Schausteller-Familie Barth, die Betreiber der Achterbahn, steht im engen Austausch mit den Behörden. Ein Kriseninterventionsteam betreute die Kollegen des Verstorbenen, die den tragischen Vorfall hautnah miterleben mussten. Das Oktoberfest, eines der größten Volksfeste der Welt, soll dennoch wie geplant am kommenden Samstag eröffnet werden. (mh)