Zusammenstoß in größter Indoor-Schienenbahn
Schock am ersten Wiesn-Abend – Neun Personen nach Achterbahnunfall verletzt
München – Das 188. Oktoberfest hatte erst vor wenigen Stunden friedlich und stimmungsvoll begonnen, als es am ersten Abend zu einem schockierenden Unfall kam.
Update, 12.10 Uhr - Alle Personen konnten selbstständig aussteigen
Bei dem Zusammenstoß zweier Waggons auf einer Achterbahn auf dem Münchener Oktoberfest wurden insgesamt neun Personen verletzt. Die Polizei München hat die Zahl der Geschädigten mittlerweile nach oben korrigiert. Die Hintergründe des Unfalls sind noch immer völlig unklar und bedarfen weiterer Ermittlungen. Wie alle Fahrgeschäfte wurde auch der „Höllenblitz“ vor Eröffnung eingehend durch den TÜV geprüft.
Vorwiegend haben die unfallbeteiligten Insassen Prellungen erlitten. Drei Patienten seien in ein Krankenhaus verbracht worden, um den Verletzungsgrad weiter abzuklären. Wie die Aicher Ambulanz gegenüber der dpa äußerte, kommt es an Fahrgeschäften häufiger zu Unfällen, jedoch meist, weil Fahrgäste nach starkem Alkoholkonsum stolpern.
Wie der Geschäftsführer des „Höllenblitz“, Willi Ottens, gegenüber der dpa erklärte, habe ein Zug der Familien-Achterbahn gestanden, als ein anfahrender Zug aus unklaren Gründen langsam zurückrollte. So sei jeder der Züge mit etwa 30 Personen besetzt gewesen. „Es gab eine leichte Kollision der beiden Züge, alle Personen sind selbstständig ausgestiegen“, sagte Ottens. Alle Insassen waren mit Bügeln gesichert, beim Aussteigen waren zunächst keine Verletzungen auffällig.
„Es war augenscheinlich ein technischer Defekt an der Anlage. Wir sind in der Klärung“, berichtet Ottens weiter. Der TÜV wird im Laufe des Tages erwartet. Für den Geschäftsführer Ottens ist dies ein schlimmes Ereignis. Wann die weltweit größte mobile Indoor-Achterbahn wieder Fahrt aufnimmt, ist im Moment noch offen.
Update, 9.55 Uhr - Polizei nennt erste Details
Mittlerweile hat die Polizei München den Unfall in der Achterbahn bestätigt. Nach ersten Erkenntnissen rollte ein Waggon gegen den dahinter fahrenden. Zur Ergründung der Ursache wurde ein Gutachter hinzugezogen. Die Achterbahn selbst ist vorerst durch die Polizei gesperrt.
Wie die Polizei weiter berichtet, wurden bei dem Unfall acht Personen leicht verletzt und konnten durch den Sanitätsdienst ambulant versorgt werden. Zwei Personen mussten in ein Krankenhaus verbracht werden.
Erstmeldung
Es war etwa 22.30 Uhr, als am Samstag (16. September) zwei Wagen einer Achterbahn auf dem Münchener Oktoberfest kollidierten. Wie die Bild-Zeitung berichtet, wurden dabei mehrere Personen verletzt und mussten in ein Krankenhaus verbracht werden.
Die Bahn „Höllenblitz“, auf der sich der Unfall ereignet haben soll, gilt als größte mobile Indoor-Achterbahn der Welt und erreicht auf ihrer Fahrt Geschwindigkeiten von bis zu 79 Kilometern pro Stunde. Wie es zu dem Unglück kommen konnte, ist derzeit noch nicht bekannt.
Erstes „Bieropfer“ ungewöhnlich spät
Das erste Bieropfer ließ am Eröffnungstag ungewöhnlich lange auf sich warten: 15.38 Uhr musste ein junger Mann aus den USA von den Sanitätern versorgt werden. Im Vorjahr war es kurz nach 14 Uhr, als die erste volltrunkene Person versorgt werden musste.
fl