Bilanz der Münchner Polizei zur Großdemo

30.000 Teilnehmer, "schwarzer Block" und sieben Anzeigen

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Demonstration gegen das neue bayerische Polizeiaufgabengesetz in München
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München - "Freistaat statt Polizeistaat", "I PAGs ned" oder "Obacht Söder, jetzt samma grantig." - die Slogans des Protests waren kreativ – und wendeten sich meist gegen einen – Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU). Jetzt hat die Polizei Bilanz zur Großdemo gegen das neue Polizeiaufgabengesetz am Donnerstag gezogen:

Am 10 Mai fanden mehrere Versammlungen in der Münchner Innenstadt statt, die den Gesetzentwurf zum neuen Bayerischen Polizeiaufgabengesetz thematisierten. Zu außergewöhnlichen Störungen oder auch Sicherheitsbeeinträchtigungen kam es dabei nicht. 

Gegen 11 Uhr begann eine Versammlung der ver.di Jugend München in der Schwanthalerstraße. Die Teilnehmer gingen danach zum Viktualienmarkt. Die Versammlung, an der bis zu 500 Personen teilnahmen, endete dort um 12.35 Uhr. 

Gegen 13.15 Uhr startete am Marienplatz nach einem kurzen Auftakt der Demonstrationszug des „Bündnis NoPAG“, an dem bis zu 30.000 Personen teilnahmen. Darunter befanden sich etwa 150 Angehörige des sogenannten "schwarzen Blocks". Die Versammlung bewegte sich über den Isartorplatz und den Altstadtring zum Odeonsplatz. Die betroffenen Straßen mussten vorübergehend für den Straßenverkehr gesperrt werden. Aufgrund der entspannten Verkehrssituation am Feiertag kam es zu keinen größeren Verkehrsbehinderungen. Die Schlusskundgebung am Odeonsplatz endete gegen 17 Uhr. 

Gegen 15.05 Uhr spaltete sich eine Gruppe von etwa 500 Personen von den restlichen Teilnehmern ab und ging über den Karlsplatz zur Reichenbachbrücke. Die Brücke musste ab 16 Uhr gesperrt werden. Während der Versammlungen wurden bislang sieben Personen angezeigt. Bei den Anzeigenaufnahmen kam es auch zu kurzfristigen Festnahmen. Hauptsächlich handelte es sich um Verstöße gegen das Versammlungsgesetz. Für die Betreuung der Versammlungen setzte die Münchner Polizei rund 750 Beamte ein.

Polizei München/mw

Bilder der Großdemonstration in München

Quelle: rosenheim24.de

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