Sperre bei Irschenberg am Montagmorgen
Flammen-Inferno im Berufsverkehr: Für die Rettungskräfte auf der A8 „sozusagen Tagesgeschäft“
Ein brennender Lkw auf der A8 bei Irschenberg hat am Montagfrüh (25. August) rund 20 Feuerwehrkräfte in Atem gehalten und für Stau im Berufsverkehr gesorgt. Wie der Einsatz laut Feuerwehr gelaufen ist – und wieso der Verkehr Richtung Rosenheim trotz Rauchentwicklung nicht beeinträchtigt war.
Irschenberg/Bad Aibling – Ein in Brand geratener Lkw hat Montagfrüh (25. August) mitten im Berufsverkehr für eine Vollsperrung der A8 in Richtung München zwischen den Anschlussstellen Bad Aibling und Irschenberg gesorgt. Der Lkw-Fahrer konnte sich rechtzeitig in Sicherheit bringen und blieb unverletzt. Auch die Löscharbeiten durch die Feuerwehren aus Irschenberg und Bad Aibling liefen unkompliziert ab, wie Einsatzleiter und Kommandant der Irschenberger Wehr, Josef Erhart, gegeüber dem OVB betonte: „Das war sozusagen Tagesgeschäft.“
Gegen 6.15 Uhr wurde die Integrierte Leitstelle in Rosenheim darüber informiert, dass auf der Autobahn A8 kurz vor der Anschlussstelle Irschenberg in Fahrtrichtung München ein Langholz-Transporter in Flammen steht. Der 44-jährige Lkw-Fahrer aus Österreich, der sein Fahrzeug auf den Standstreifen gesteuert hatte, konnte sich aus dem Führerhaus retten und versuchte sofort, den Brand mit einem Feuerlöscher zu bekämpfen. Allerdings ohne Erfolg.
Beim Eintreffen der Einsatzkräfte von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst stand die Fahrerkabine des in Österreich zugelassenen Lastwagens bereits in Vollbrand, wie ein Polizeisprecher mitteilte. „Der Brand konnte durch die Angehörigen der Feuerwehren Irschenberg und Bad Aibling gelöscht werden“, teilte der Sprecher der Verkehrspolizei Rosenheim weiter mit.
Lkw-Brand auf der A8 am Irschenberg am Montag (25. August)




Was den insgesamt rund 20 Einsatzkräften entgegengekommen war: Der Lkw hatte kein Holz geladen. „Das hat das Löschen und die Bergung natürlich leichter gemacht“, sagte Einsatzleiter Erhart gegenüber dem OVB. Insgesamt sei der Einsatz aber ein Standardeinsatz gewesen, der ohne größere Schwierigkeiten gemeistert werden konnte. „Nach rund einer Stunde war der Einsatz bereits beendet“, so Erhart weiter.
Die Anfahrt zum Brandort sei aufgrund des Berufsverkehrs „etwas zach“ verlaufen, wobei deren Kommandant allerdings betonte: „Dass die Autofahrer eine Rettungsgasse bilden, funktioniert mittlerweile in der Regel eigentlich recht gut.“ Was Reinhard Huber, Kommandant der Bad Aiblinger Feuerwehr, die den Einsatz mit fünf Mann unterstützte, bestätigen kann: „Die meisten halten sich schon dran“, so Huber, „es gibt natürlich immer wieder mal Ausnahmen“. Er habe insgesamt die Erfahrung gemacht, dass es „einmal gut, dann wieder nicht so gut“ in puncto Rettungsgasse laufe: „Heute hat‘s aber ganz gut funktioniert.“
Streckenabschnitt für rund 45 Minuten komplett gesperrt
Und das, obwohl die Autofahrer, die Richtung München unterwegs waren, jede Menge Geduld mitbringen mussten. Denn für die Löscharbeiten musste der Streckenabschnitt für rund 45 Minuten komplett gesperrt werden. Gegen 7 Uhr konnte dann zumindest die linke Fahrspur wieder freigegeben werden, wie der Polizeisprecher mitteilte. „Um 10 Uhr waren alle Bergungs- und Reinigungsarbeiten beendet und die Autobahn konnte wieder vollumfänglich freigegeben werden“, so der Mitarbeiter der Verkehrspolizeiinspektion Rosenheim weiter.
Die Verkehrsteilnehmer, die auf der A8 zwischen Irschenberg und Bad Aibling in Richtung Rosenheim unterwegs waren, wurden dagegen vom Einsatz der Rettungskräfte sowie der Rauchentwicklung durch das Feuer nicht beeinträchtigt. „Da ist es natürlich von Vorteil, dass die Fahrbahnen an dieser Stelle höhenversetzt verlaufen“, so Irschenbergs Kommandant Erhart.
Als Ursache für das Feuer gehen die Ermittler nach ersten Erkenntnissen von einem Defekt im Motorraum aus. Am Lkw entstand Totalschaden, auch der Standstreifen, auf den der 44-Jährige das Fahrzeug gelenkt hatte, wurde in Mitleidenschaft gezogen. „Über die genaue Höhe des Schadens gibt es aber noch keine Angaben“, so der Polizeisprecher weiter.