Horror-Crash bei Landshut fordert drei Tote

Insassen verbrannten bei 1.000 Grad: Identitäten der Leichen geklärt

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Neufahrn/Landshut - Eine schreckliche Tragödie hat sich am späten Mittwochabend in Neufahrn im Landkreis Landshut abgespielt. Drei Menschen kamen dabei ums Leben. Jetzt gibt es weitere Details zu dem Horror-Crash:

UPDATE, Donnerstag 8.56 Uhr: Identitäten der Leichen geklärt

Drei Personen sind in am Mittwochabend (31.10.2018) bei einem schweren Verkehrsunfall ums Leben gekommen. Ein 3er-BMW schleuderte innerorts zunächst gegen einen Betonsockel eines Gartenzauns, überschlug sich und fing sofort Feuer. Die drei Insassen verbrannten bis zur Unkenntlichkeit.

Nach intensiven Ermittlungen der Polizei Rottenburg in Zusammenarbeit mit der Landshuter Kripo und dem Institut für Rechtsmedizin München stehen nun die Personalien der drei Unfallopfer zweifelsfrei fest.

Demnach handelt es sich bei dem Fahrer um einen 40-jährigen Mann aus dem nördlichen Landkreis Landshut. Sein Beifahrer war ein 34-jähriger Nigerianer mit Wohnsitz in China, der in Deutschland zu Besuch war und den BMW bei einer Münchner Autovermietung angemietet hat. Die Mitfahrerin, eine 21-jährige Chinesin, war zuletzt wohnhaft im Landkreis Rastatt in Baden-Württemberg.

Wie das Polizeipräsidium Niederbayern mitteilt, dürfte weit überhöhte Geschwindigkeit unfallursächlich gewesen sein; ein Sachverständiger ist auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Landshut in die Ermittlungen mit eingebunden. Zur Frage, ob die drei Unfallopfer zum Unfallzeitpunkt angegurtet waren, kann aufgrund der hohen thermischen Einwirkung keine Aussage getroffen werden, so die Polizei weiter. 

Dem Ergebnis der rechtsmedizinischen Untersuchung nach ist davon auszugehen, dass die Insassen bereits den Verletzungen beim Aufprall erlegen sind.

UPDATE, Freitag, 9.45 Uhr:

Noch immer ist die Identität der drei Autoinsassen noch nicht geklärt. Die Passauer Neue Presse (PNP) will aber nun erfahren haben, dass der 365 PS starke BMW 340i von einem Chinesen gemietet worden war. Die Polizei wollte das bisher nicht bestätigen. Allerdings hätten die Beamten inzwischen "konkrete Hinweise" zu den Identitäten der Opfer, hieß es weiter.

Zudem will die Zeitung erfahren haben, dass der Wagen wohl 100 bis 120 Stundenkilometer drauf hatte, als er nach rechts von der Fahrbahn abkam und heftig in einen Gartenzaun geknallt war. Anschließend fing das Wrack sofort Feuer. Die Insassen hatten laut dem Gutachter keine Chance: "Oft dauert es keine halbe oder ganze Minute bis ein Auto in Flammen steht." Wenn Menschen verletzt, geschockt oder sogar eingeklemmt seien, besteht keine Möglichkeit mehr, das Fahrzeug rechtzeitig zu verlassen. Bei einem solchen Brand entstehen schnell Temperaturen um die 1000 Grad Celsius

Auch die eingesetzten Feuerwehrkräfte, die den Brand mit Schaum löschten, müssen nun schlimme Bilder verarbeiten. "Wir waren geschockt", sagte ein Sprecher gegenüber der Zeitung.

Die Erstmeldung:

Eine schreckliche Tragödie hat sich am späten Mittwochabend in Neufahrn im Landkreis Landshut abgespielt. Drei Menschen kamen dabei ums Leben:

Gegen 21.35 Uhr war ein BMW auf der Hauptstraße in Neufahrn unterwegs, als dieser aus bislang ungeklärter Ursache nach rechts von der Fahrbahn abkam, wie das Polizeipräsidium Niederbayern nun mitteilte. Der Wagen, der ersten Erkenntnissen zufolge wohl einer Mietwagenfirma gehört, prallte in der Folge gegen einen Gartenzaun und überschlug sich. Der BMW fing anschließend sofort Feuer und brannte vollständig aus.

Im Fahrzeug befanden sich drei Personen, die laut Polizei keine Chance hatten und im Wrack bis zur Unkenntlichkeit verbrannten. Zu den Identitäten der Getöteten gibt es bislang noch überhaupt keine Angaben. Die Polizei hat umfangreiche Ermittlungen eingeleitet. Auch ein Gutachter wurde an die Unfallstelle geschickt. Die Hauptstraße musste bis tief in die Nacht voll gesperrt werden.

mw

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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