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Sauberes Wasser für Grundschule in Tansania

Wie sich ein Wahl-Ruhpoldinger für Kinder in seinem Heimatort in Tansania engagiert

Strahlende Kinderaugen leuchteten Johnson Amedeus Furaha (hinten, Mitte) entgegen, als die erste Phase der Wasserversorgung in Betrieb genommen wurde. Jetzt ist es für die etwa 600 Kinder kein Problem mehr, sich die Hände zu waschen. Schulleiterin Madam Furaha (Zweite, von rechts) sowie Ortsvorsteher Mr. Tand Dugumai (rechts).
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Strahlende Kinderaugen leuchteten Johnson Amedeus Furaha (hinten, Mitte) entgegen, als die erste Phase der Wasserversorgung in Betrieb genommen wurde. Jetzt ist es für die etwa 600 Kinder kein Problem mehr, sich die Hände zu waschen. Schulleiterin Madam Furaha (Zweite, von rechts) sowie Ortsvorsteher Mr. Tand Dugumai (rechts).

Der Wahl-Ruhpoldinger Johnson Amedeus Furahaden reiste in seinem Weihnachtsurlaub in seine Heimat Tansania, um den Kindern seiner ehemaligen Schule Zugang zu sauberem Wasser zu ermöglichen. Wie er mit Spenden und seinem eigenen Ersparten hilft.

Ruhpolding – Über seinen arbeitsreichen Weihnachtsurlaub in Tansania berichtete Johnson Amedeus Furahaden Mitgliedern des Kirchenchors St. Georg. Chorleiterin Monika Schmid hatte das Probenpensum eigens verkürzt, um dem Tenorsänger mit afrikanischen Wurzeln die Gelegenheit zu geben, über das von ihm ins Leben gerufene Wasserprojekt für die Kilingi Primary School im Distrikt Siha in der Region Kilimandscharo zu erzählen.

Weite Teile Tansanias noch immer ohne sauberes Trinkwasser

Dort ging der heute 45-Jährige einst selbst zur Schule, war in seiner Heimat-Pfarrei von Sanya Juu jahrelang als Ministrant und Chorsänger engagiert. Doch das Leben stellte andere Weichen, und so fand er vor gut zehn Jahren seinen Lebensmittelpunkt in Ruhpolding. Da in Tansania immer noch weite Teile ohne sauberes Trinkwasser auskommen müssen und auch „seine“ Schule davon betroffen ist, startete Johnson Furaha das ehrgeizige Projekt, auch in Absprache mit dem Aktionskreis Ostafrika in Traunstein.

Das denkbar knapp bemessene Budget setzte sich hauptsächlich aus eigenem Ersparten sowie der großzügigen Spende seines Arbeitgebers zusammen. Spontan sammelte vor seiner Abreise auch der Kirchenchor in den eigenen Reihen.

Wiedersehen mit Mutter und Schwester

Für Johnson Furaha war es, neben dem Wiedersehen mit Mutter und Schwester, wichtig, während seines vierwöchigen Einsatzes die Gebäude der Kilingi-Privatschule mit sauberem Trinkwasser zu versorgen. Wenigstens fürs Erste mit einem Provisorium, denn für die dringend nötige Brunnenbohrung in dreißig Meter Tiefe fehlten Zeit und Geld.

Brauchbares Trinkwasser in dreißig Meter Tiefe

Erst in diesen Bodenschichten kann man mit brauchbarem Wasser rechnen, erläuterte der Wahl-Ruhpoldinger, der im vergangenen Jahr die Prüfung zum Tiefbaufacharbeiter ablegte. Bei seinem nächsten Besuch in den bevorstehenden Osterferien soll die Bohrung erfolgen. Das geförderte Wasser wird mittels Solarpumpe direkt in einen fünfzig Kubikmeter fassenden Ziegel-Stahl-Beton-Tank geleitet, der ebenfalls in dieser Zeit errichtet wird.

Anschaffungs- und Installations-Kosten werden auf zehntausend Euro geschätzt

Damit könne die Schule dauerhaft über ihre eigenständige Wasserversorgung verfügen. Bis es allerdings soweit ist, übernimmt ein Kunststoff-Tank mit drei Kubikmetern Inhalt diese Aufgabe. Er wird von der öffentlichen Wasserleitung gespeist, nachdem Dorf- und Schulbehörde ihre Zusagen gaben. Den vier Meter hohen Turm aus Betonsteinen zog Furaha mit einem kleinen Team von Handwerkern und Hilfsarbeitern in kurzer Zeit hoch, ohne Kran und Betonmaschine. Johnson Furaha ist zuversichtlich, dass alle noch ausstehenden Maßnahmen realisiert werden können. So gab es bereits Verhandlungen mit den zuständigen Stellen vor Ort, den Eltern und lokalen Spendern, die sich alle auf ihre Weise am Projekt beteiligen. Sorgenfalten bereiten dem rührigen Helfer derzeit noch die Anschaffungs- und Installations-Kosten der dringend benötigten Solar-Wasserpumpe, die sich auf etwa zehntausend Euro, also 23,6 Millionen Tansania-Schilling, belaufen.

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Wenn der Betrag gesichert ist, gibt es in der Schule sauberes Wasser zum Kochen, Geschirrspülen, Reinigen der Klassenzimmer, der Toiletten und zum Bewässern des Gartens. „Jetzt können sich die Kinder wenigstens vor und nach dem Essen ordentlich die Hände waschen, und müssen sie nicht wie bisher am Gras abputzen,“ freut sich Johnson Furaha über die hygienischen Fortschritte in seiner ehemaligen Schule. Unterstützt werden kann das Projekt unter www.gofundme.com.

MG

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