70-Jährige Frau verliert Kontrolle in Traunreut
Verkehrsinsel, Laterne und Landung im Gleisbett: Welche Folgen hat Horror-Crash für Bahnverkehr?
Eine 70-Jährige verunglückte bei Traunreut. Ihr Auto kam im Gleisbett zum Stehen. Und das bedeutete, nicht nur die Straße, sondern auch die Bahnstrecke musste gesperrt werden. Wie die Rettung verlief und ob es noch weitere Beeinträchtigungen für den Bahnbetrieb gibt.
Traunreut – Es war ein eher ungewöhnlicher Verkehrsunfall, der sich am Dienstagmittag (1. Juli) am Ortsausgang ereignet hat. Eine 70-jährige Autofahrerin war in Richtung Trostberg unterwegs und kam kurz nach dem Kreisverkehr beim McDonalds nach links von der Fahrbahn ab. Sie fuhr in eine Verkehrsinsel, prallte gegen eine Straßenlaterne, und im Anschluss geriet sie nach links auf die Gegenfahrbahn und schließlich eine Böschung hinab. Ihr Auto blieb dann im dortigen Gleisbett stecken.
In solchen Situationen hält die Feuerwehr immer Rücksprache mit der Leitstelle. Die informiert dann die Deutsche Bahn, dass diese Strecke gesperrt werden muss, informiert Konrad Unterstein, Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Traunreut auf Nachfrage.
Über Steckleiter die Böschung runter
Kompliziert sei der Einsatz nicht gewesen, da die Floriansjünger auch Rettungen über Böschungen trainieren. Außerdem hatte diese nur eine Höhe von etwa zwei Metern, wie Unterstein hinzufügt. „Wir haben eine Steckleiter die Böschung runter gelegt, damit wir trittsicher zur Verunfallten kommen“, erklärt der Kommandant. Die Rettung erfolgte dann über eine sogenannte Schleifkorbtrage. Diese dient speziell für die Bergung in unwegsamen Gelände sowie engen oder unzugänglichen Gebäuden. Die 70-Jährige wurde dann auf der Trage hochgebracht und dem Rettungsdienst übergeben.
Unfall in Traunreut am Dienstag (1. Juli)




Wie die Polizei Trostberg mitteilt, erlitt die Frau mittelschwere Verletzungen. Die genaue Ursache für den Unfall ist aber nach wie vor Stand der Ermittlungen. Für die Dauer des rund zweistündigen Einsatzes musste die Kreisstraße TS 100 in Traunreut vollständig gesperrt werden, was zu Verkehrsbehinderungen führte. Aber auch im Betrieb der Südostbayernbahn kam es zu Beeinträchtigungen.
„Die Strecke zwischen Traunreut und Hörpolding musste vom 01. Juli circa 12 Uhr bis 02. Juli circa 8 Uhr gesperrt werden“, heißt es von einer Sprecherin der Deutschen Bahn auf Nachfrage. Somit war kein Bahnverkehr möglich. Die Schäden am Gleis konnten aber in dieser Zeit alle behoben werden, sodass es zu keinen weiteren Beeinträchtigungen kommt.