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Polizist rettet orientierungslose 99-Jährige

Traunsteiner Seniorin liegt neben Rollator: „Mir war sofort klar, sie braucht Hilfe“

Collage: Links: Polizeihauptmeister Martin Frenzel; rechts: Symbolbild Seniorin mit Rollator.
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Traunsteiner Polizeihauptmeister Martin Frenzel wird in seiner Freizeit zum Held: Jetzt erzählt er von der Rettung der, an Demenz erkrankten 99-Jährigen Bewohnerin eines Pflegeheims.

Die Polizei – unser Freund und Helfer. Auch außerhalb der Dienstzeiten? Polizeihauptmeister Martin Frenzel hat eigentlich frei an diesem Dienstagnachmittag (16. Juli). Auf dem Weg zum Einkaufen sieht er einen herrenlosen Rollator auf dem Gehweg liegen. Er handelt sofort und wird so zum Helden für eine 99-jährige Seniorin.

Traunstein – Wo ist sie? Die Angestellten eines Traunsteiner Seniorenheims machen sich am Dienstagnachmittag (16. Juli) große Sorgen. Eine 99-jährige Bewohnerin ist nicht auffindbar. Die Befürchtung: Aufgrund ihrer bereits fortgeschrittenen Demenz könnte sie orientierungslos im Stadtgebiet umherirren. Und die Ängste sind berechtigt.

Zeitgleich ist Polizeihauptmeister Martin Frenzel an seinem freien Nachmittag auf dem Weg zum Einkaufen: „Da habe ich auf dem Gehweg einen herrenlosen Rollator bemerkt. Kurz darauf sah ich eine ältere Dame in der Nähe des Rollators in der Wiese liegen.“ Für ihn ist sofort klar, sie braucht Hilfe.

Seniorin irrt hilflos in Traunstein umher

Martin Frenzel hilft der Seniorin auf und fragt sie zunächst, ob sie irgendwo Schmerzen habe: „Zum Glück war sie unverletzt.“ Hat die Frau, die an Demenz erkrankt ist, sofort die gute Absicht des Polizeihauptkommissars in zivil erkannt? „Sie hat meine Hilfe sofort dankend angenommen.“ Frenzel stellt ihr weitere Fragen: Wo sie hinwolle, wie sie heiße. Es wird schnell klar: „Die Dame ist ohne Orientierung hilflos umhergeirrt.“

Ein Namensschild am Rollator klärt Identität

Jetzt versucht der engagierte Helfer, herauszufinden, wohin er die 99-Jährige zurückbringen kann. Ein Namensschild auf dem Rollator hilft bei der Suche nach ihrem Zuhause: „Mit dieser Information habe ich dann bei meinen Kollegen bei der Polizeiinspektion Traunstein angerufen und nachgefragt, ob sich schon jemand gemeldet hat, der diese Dame vermisst.“ So habe Frenzel erfahren, dass die Frau bereits gesucht wird.

Glückliches Ende dank Zivilcourage

Aufatmen bei dem Beamten - und auch die Seniorin ist erleichtert. Frenzel wartet geduldig bei der Frau, bis seine Kollegen eintreffen, erklärt ihr, dass sie schon vermisst wird. Dank des couragierten Handelns kann die 99-Jährige wohlbehalten wieder in das Pflegeheim zurückgebracht werden. So ein beherztes Eingreifen - selbstverständlich für einen Polizisten? Geht der Polizeihauptmeister berufsbedingt mit wacheren Augen durch die Welt?

„Sind öfter mit solchen Begebenheiten konfrontiert“

„Ob ich aufmerksamer bin, weiß ich nicht. Generell glaube ich aber schon, dass man als Polizist manchmal solche Notsituationen schneller oder besser erkennt, da wir öfter auch im Berufsleben mit solchen Begebenheiten konfrontiert sind.“ Er habe bereits vorher schon ab und zu im Alltag Leuten bei kleineren Notlagen helfen können. Es sei aber nicht notwendig, Polizist zu sein, um Courage zu zeigen:

Jeder kann helfen: „Schauen sie nicht weg“

„Man sollte generell als Bürger auch auf seine Mitmenschen achten und wenn nötig, auch helfen.“ Das sei, so Martin Frenzel, auch gar nicht immer mit viel Aufwand verbunden. Er bittet daher jeden um Mithilfe: Bei Verdacht, dass eine Person Hilfe benötigt, könne man diese zunächst ansprechen, nachfragen.

Wer sich das nicht traut, kann jederzeit auch den Notruf wählen. 112 für gesundheitliche Notfälle und die 110 für alle anderen Gefahrenlagen. Der Polizeihauptmeister, der in seiner Freizeit zum Held wurde, hat einen letzten Appell: „Das wichtigste ist immer, schauen sie nicht weg.“

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