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Reit im Winkl: „Traumimmobilie der Volksmusik“

Hellwig-„Kuhstall“ steht zum Verkauf: Denkmal-Anwesen sucht neuen Besitzer

Gastwirtschaft „Zum Kuhstall“ - ehemals bewirtschaftet von Maria und Addi Hellwig - im Jahr 2018 in Reit im Winkl.
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Gastwirtschaft „Zum Kuhstall“ - ehemals bewirtschaftet von Maria und Addi Hellwig - im Jahr 2018 in Reit im Winkl.

Das frühere Kultlokal „Zum Kuhstall“ in Reit im Winkl – einst eng mit Maria und Margot Hellwig verbunden – wird über die Denkmal-Börse angeboten. Der Kaufpreis ist „auf Anfrage“, der Sanierungsbedarf dürfte hoch sein.

Reit im Winkl – Es ist ein Haus, das viele noch mit Jodlern, Promi-Abenden und Volksmusik verbinden: Das frühere Restaurant-Café „Zum Kuhstall“ wird aktuell über die Denkmal-Börse des Bayerischen Landesamts für Denkmalpflege angeboten. Kaufpreis: auf Anfrage.

Vom Volksmusik-Hotspot zur Denkmal-Börse

Laut Exposé steckt in dem Anwesen viel Geschichte: Der denkmalgeschützte Wohnteil des traditionellen Traunsteiner Gebirgshauses wurde nach einem Brand 1766 neu errichtet; im Wirtschaftsteil entstand 1964 das Restaurant-Café „Zum Kuhstall“ – mit der legendären „Kuhstall Bar“ im Untergeschoss. Über viele Jahre war die von Maria Hellwig und ihrer Tochter Margot Hellwig betriebene Gaststätte ein Hotspot der volkstümlichen Musik.

Das Angebot ist groß: Genannt werden rund 1466 Quadratmeter Grundstücksfläche und eine Gesamtnutzfläche von etwa 933 Quadratmetern. Die Wohnfläche liegt laut Kurzinfo bei rund 342 Quadratmetern, dazu kommen Gastroflächen (Lokal im Erdgeschoss ca. 238 Quadratmeter, Bar im Untergeschoss ca. 127 Quadratmeter) sowie zwei Ladenflächen (zusammen ca. 226 Quadratmeter).

Margot und Maria Hellwig waren ein bekanntes Volksmusik-Duo.

Gemeinde hofft auf „Energie und Kleingeld“ – Nutzung aktuell teils anders

Im Exposé wird das Objekt als Altbau, sanierungsbedürftig beschrieben. Als Energieträger ist Fernwärme genannt; außerdem gibt es Zentralheizung und Kachelofen. Auf dem Grundstück sind 23 Stellplätze vermerkt, zwei davon in einem Carport.

Wie die Abendzeitung berichtet, würde die Gemeinde einen neuen Eigentümer ausdrücklich begrüßen. Bürgermeister Matthias Schlechter sagte demnach, man hoffe auf jemanden, „der die Energie und das nötige Kleingeld investieren kann“, um das Gebäude wieder einer passenden Nutzung zuzuführen. Aktuell ist das Anwesen nicht nur Thema für Nostalgiker: Laut Bericht nutzt das Landratsamt Traunstein einzelne Räume im Gebäude zur Unterbringung von Geflüchteten – angemietet seit 1. Juni 2024. (mh)

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