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Funk- und Navigationstechnik für das Fahrzeug

Freiwillige Feuerwehr Marquartstein: Einsatzbuggy durch Crowdfunding finanziert

So wie dieser Buggy aus Mittenwald könnte auch der für die Feuerwehr Marquartstein aussehen.
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So wie dieser Buggy aus Mittenwald könnte auch der für die Feuerwehr Marquartstein aussehen.

Die Freiwillige Feuerwehr Marquartstein finanziert durch Crowdfunding einen Einsatzbuggy. Nun soll das Fahrzeug mit Funk- und Navigationstechnik ausgestattet werden. Die Gemeinde übernimmt die Kosten in zwei Schritten.

Marquartstein – Die Freiwillige Feuerwehr Marquartstein (FFW) beschaffte sich auf dem Wege des Crowdfunding, der Finanzierung durch mehrere Spender und Quellen, einen Einsatzbuggy. Nun soll der Buggy mit einer umfangreichen Funk- und Navigationstechnik mit Kosten von rund 7700 Euro ausgestalte werden. Die FFW stellte bei der Gemeinde einen Antrag auf die Kostenübernahmen. Nach eingehender Diskussion beschloss der Gemeinderat nun, die Finanzierung in zwei Schritten zu übernehmen.

Wie Bürgermeister Andreas Scheck (BfM) ausführte, seien beim Crowdfunding mehr Mittel erzielt worden, als ursprünglich kalkuliert worden sei. So fiel die Entscheidung des FFW-Vereins auf die Bestellung eines Neufahrzeuges, was mittlerweile auch schon bestellt worden sei, so Scheck. Der Gemeinderat beschloss im März auf Antrag der FFW, dass die Gemeinde Halter des Fahrzeuges wird und ebenso die geschätzten Betriebskosten von rund 1000 Euro pro Jahr übernimmt. Im Zuge der Bestellung sei jedoch nun die Frage der erforderlichen Funkausstattung aufgekommen, so Scheck weiter. Die zusätzliche Beschaffung sei nicht bekannt gewesen und so seien auch keine Mittel im Haushalt 2024 vorgesehen.

Mehr Leistung bei fest eingebautem Funkgerät

Anfangs sei von der Beschaffung eines Gebrauchtfahrzeuges ausgegangen worden, fügte 2. Bürgermeisterin Claudia Kraus (Grüne/Offene Liste) ein. Könne man da jetzt anstelle des Neufahrzeuges nicht doch ein Gebrauchtfahrzeug nehmen, um so die nötigen Mittel für die Funkausstattung zur Verfügung zu haben. Aber es wurde auch von verschiedenen Ratsmitgliedern die Ansicht vertreten, dass für den Buggy Handfunkgeräte mit Landestation reichen würden. Gemeinderat Thomas Halder (BfM) war der Ansicht, dass die Gemeinde hier miteinsteigen müsse.

Denn für ein Einsatzfahrzeug sei ein Festeinbau der Funkanlage gegeben, meinte Halder weiter. Die beiden Gemeinderäte Erich Fuchs (Grüne/Offene Liste) und Franz Aigner (BfM) sagten, dass sie sich schwertun würden, hierüber eine Entscheidung treffen zu können. Sie wünschten sich mehr Information über den Sachverhalt. Dem Anliegen kam der Rat nach und erteilte dem FFW-Vereinsvorsitzende Simon Aigner das Wort, um hier mehr Informationen geben zu können.

Wie er ausführte, hat der Festeinbau mehr Leistung. Zusätzlich besteht damit die Möglichkeit über zwei Frequenzen zu funken, da Hand- und Festgerät gleichzeitig genutzt werden können. Hinzu kommt, dass das spezielle Navigationssystem für Stand- und Einsatzortübermittlung nur mit einem festeingebauten Funkgerät betrieben werden kann.

Bevor der Bürgermeister zum Beschlussvorschlag kam, hob er hervor, dass allen der Wert und die Leistungen der FFW bewusst seien und in der Vergangenheit den Anträgen der FFW durch den Gemeinderat immer zugestimmt worden sei. Der Vorschlag von Scheck ging dahin, dass zunächst die Mittel für den Fahrzeugausbau von rund 3350 Euro in diesem Jahr übernommen werden und die weiteren 4400 Euro erforderlichen Mittel im Haushalt 2025 bereitgestellt werden. Der Gemeinderat stimmte einstimmig für diesen Beschlussvorschlag.

Gemeinderat beschäftigt sich mit Bauanträgen

Am Haberspitzweg soll nach dem Willen des Antragsstellers eine Mietwohnung in eine Ferienwohnung umgenutzt werden. „Wir haben uns schon mehrfach mit solchen Anträgen auseinandergesetzt“, sagte der Bürgermeister. Die Umnutzung einer Wohnung sei durch ein Gerichtsurteil aus dem Jahre 2019 seither zu genehmigen. Um die Bedenken einiger Ratsmitglieder, durch die Umnutzung von Mietwohnungen die Nutzung als Zweitwohnsitz zu unterbinden, werde durch das Meldewesen im Achental Tourismus auf die Meldungen ein besonderes Augenmerkt gelegt, fügte Scheck ein. Mit den Gegenstimmen von den Gemeinderäten Hollmann und Michael Elgass (Grüne/Offene Liste) wurde die Umnutzung genehmigt.

Die Bauwerber an der Schloßstraße wollen ihre Garage zu Wohnzwecken aufstocken. Darum stellten sie einen Antrag auf Vorbescheid. Baurechtlich sei die Maßnahme gesehen auf die Grundstücksgröße verträglich, sagte Scheck. Darum befürworte er den Antrag, fügte er an. Der Gemeinderat Christian Dögerl (CSU) meinte, dass er es begrüße, wenn ein Mehrgenerationenhaus entstehe und er diesen Antrag ebenso befürworte. Im Antrag war zu lesen, dass der neue Wohnraum von den Kindern der Bauwerber genutzt werden soll. Der Gemeinderat stimmte einstimmig für den Antrag auf Vorbescheid.

Das Vorhaben einer Antragstellerin für einen Bio-Pilzbetrieb sei im Grunde schon seit 2019 immer wieder in verschiedenen Versionen Thema im Gemeinderat, merkte Erik Oberhorner, vom Bauamt der Gemeinde, einleitend zur Beratung des Antrages auf Vorbescheid an. Es ging bisher immer darum, auf Basis der Privilegierung auf einem Grundstück ein Wohnhaus mit Garagen zu errichten und zusätzlich einen landwirtschaftlichen Zweig zu schaffen. Im aktuellen Antrag soll nun nur noch ein Bio-Pilzbetrieb mit einer Grundfläche von 134 Quadratmetern entstehen. Der Gemeinderat lehnte einstimmig den Antrag auf Vorbescheid auf der Basis der bekannten Gründe und Begebenheiten ab. Die Begründung lag darin, dass eine Privilegierung nicht erkennbar sei, die Maßnahme die Bebauung die Warzenbildung verstärken würde und das Grundstück auch im Überschwemmungsgebiet liegt.

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