Hospizbegleitung
Das ist Impulsgeberin Verena aus Trostberg
Die Magazine ROSENHEIMERIN und CHIEMGAUERIN suchen gemeinsam mit OVB24 die „Impulsgeberin 2025“. Das Ziel dabei ist es, engagierten Frauen aus der Region eine Plattform zu geben, um auf gemeinnützige Projekte aufmerksam zu machen. Unsere nächste Kandidatin ist Verena.
Verena ist 33 Jahre alt und Lehrerin an der Realschule in Trostberg. Sie engagiert sich als ehrenamtliche Hospizbegleiterin. Dort begleitet sie Menschen in ihren letzten Lebensphasen. „Ich komme nicht zum Sterben, sondern zum Leben bis zum Schluss“, erklärt die 33-Jährige in ihrer Bewerbung zur Impulsgeberin 2025. Ihre Aufgabe ist es, den letzten Abschnitt des Lebens mit Würde und Frieden zu gestalten.
Über den Tod sprechen, um das Leben zu feiern
Verenas Interesse an der Hospizarbeit rührt aus einer persönlichen Tragödie: Im Jahr 2020 traf sie der Suizid einer engen Freundin mit einem tiefen Schock. Dieser Verlust motivierte sie, sich intensiver mit dem Thema Tod auseinanderzusetzen. „Über den Tod zu sprechen bedeutet, über das Leben zu sprechen – und das ist ein Thema, das ich liebe“, sagt die Trostbergerin. Bereits mit Anfang 20 hatte sie den Wunsch, Hospizbegleiterin zu werden, was sie schließlich in die Tat umsetzte.
In ihrer Ausbildung bei der Caritas Rosenheim entdeckte sie, dass das Thema Tod nicht nur mit Trauer, sondern auch mit Humor und Leben verbunden werden kann. „Wir haben viel gelacht, zum Beispiel bei der Übung, unsere eigene Beerdigung zu planen. Ich schlug eine Seebestattung in Italien vor – es war ein kreativer und humorvoller Moment, der zeigte, dass man den Tod auch anders betrachten kann“, beschreibt Verena den Hospizlehrgang.
Warum Verena auf das Projekt aufmerksam machen möchte
Verena möchte mit ihrem Engagement ein Bewusstsein dafür schaffen, dass auch junge Menschen sich mit dem Thema Tod beschäftigen und von der Zeit mit älteren Menschen profitieren können. „Viele ältere Menschen sind einsam und sehnen sich danach, die letzten Tage mit Leben zu füllen.“ Als Hospizbegleiterin ist sie da, um ihnen zuzuhören und ihnen das Gefühl zu geben, dass ihr Leben auch in der letzten Phase wertvoll ist.
Zudem nutzt sie ihre Erfahrung, um das Thema auch mit ihren Realschülern zu thematisieren. „Zunächst wollen sie nicht darüber sprechen, aber am Ende der Einheit geben mir viele die Rückmeldung, dass es gutgetan hat, offen über den Tod zu reden“, so Verena.
Ein wertvoller Beitrag für die Gesellschaft
Verena setzt sich dafür ein, das Thema Tod zu enttabuisieren und einen Raum für offene Gespräche zu schaffen. Ihre Arbeit als Hospizbegleiterin ist nicht nur ein Geschenk für die Menschen, die sie begleitet, sondern auch ein wertvoller Beitrag für eine Gesellschaft, die das Leben – in all seinen Phasen – zu schätzen weiß.
Du willst auch einen Impuls setzen? Bis zum 31. Januar kannst du dich mit einer Mail an impulsgeberin@rosenheimer.in bewerben. Alle Informationen zur Aktion findest du hier.

