Menschen aus aller Welt
Wenn die Altstadt pulsiert: Wasserburg feiert sein 32. Nationenfest
Am Samstag (28. Juni) verwandelt sich Wasserburgs Altstadt wieder in eine bunte Festmeile. Von 15.05 Uhr bis 23 Uhr bietet das Nationenfest Musik, kulinarische Spezialitäten und kulturellen Austausch.
Wasserburg – Es ging bescheiden los. Mit einigen wenigen Gerichten, zum Teil auf dem Campingkocher auf dem Boden zubereitet, und musikalischen Darbietungen in überschaubarer Menge. In den letzten 32 Jahren ist das Nationenfest erwachsen geworden. Und hat sich zum schönsten Fest im schönen Wasserburg gemausert. Heute ist der gesamte Kernbereich der Altstadt Festgelände. Und dort ist am Samstag (28. Juni) wieder den ganzen Tag buntes Spektakel geboten. Los geht es traditionell um 15.05 Uhr, nachdem die Kirchenglocken das Wochenende eingeläutet haben.
Menschen in Kontakt bringen
Das Nationenfest ist mehr als eine Musik- und Genussmeile. Ziel der Organisatoren damals wie heute: Die Menschen aus verschiedensten Ländern miteinander in Kontakt zu bringen. Miteinander zu ratschen, zu diskutieren, zu tanzen, zu feiern. Und dabei festzustellen, dass das Gegenüber vielleicht eine andere Hautfarbe hat – das aber egal ist.
Aber: Ohne Musik und ohne Genuss wäre das Nationenfest nicht das Nationenfest. Und so gibt es auch heuer wieder an zwei Dutzend Ständen Spezialitäten aus aller Herren Länder. Aus Afrika, Europa und Asien. Süß oder herzhaft, mit und ohne Fleisch. Dazu einen marokkanischen Pfefferminztee, einen türkischen Ayran oder ein oberbayerisches Bier.
Da lässt es sich gut gestärkt zu den griechischen und türkischen Klängen des zwölfköpfigen Mittelmeer Orchestra tanzen, mit Marian Redhox auf einen musikalischen Road Trip durch Australien gehen, von Adjiri Odameteys erdiger Stimme verführen lassen oder mit Banda Balorda zur musikalischen Italienreise aufbrechen. Die Stadtkapelle Wasserburg ist mit ihrem Nachwuchsensemble ebenso dabei, wie die Jugendblaskapelle aus der rumänischen Partnerstadt Cugir, es wird Tango getanzt und Hiphop, Wiener Lieder und Chorgesang mit Pfiff sorgen für den einen oder anderen Ohrwurm.
Für Gesprächsstoff sorgen Vereine, Verbände, Parteien und Organisationen mit ihren Informationsständen. Vertreten ist das ganze Spektrum zwischen Amnesty International und Donum Vitae, Initiative Eine Welt und Tukutane, Internationaler Bund und Interkultureller Garten. Und wer nicht mit leeren Händen nach Hause gehen will, findet sicher an einem der Basar-Stände Dekoratives aus Lateinamerika, Afrika oder Asien.
Die Färbergasse ist die „junge Meile“, das wird am Nachmittag gebastelt, zweimal gibt es Märchen mit Marianne (15.15 und 16.30 Uhr), es wird gespielt und gechillt, Tischkicker, Dosenwerfen und Henna-Tattoos sind im Angebot, die rotierende Boulderwand fordert heraus und die Jugendfeuerwehren aus Wasserburg, Attel-Reitmehring und Bachmehring laden zur Löschübung und Erkundung der Ausrüstung ein. Am Abend übernehmen dann DJs mit elektronischer Musik.
Auch das schönste Fest hat einmal ein Ende. Beim Nationenfest ist das gegen 23 Uhr, dann heißt es „Auf Wiederseh’n, es war sehr schön – bis Juni 2026!“
Parkplätze sind rares Gut
Tipp: Für Festbesucher, die mit dem Auto kommen, empfiehlt es sich, dieses am Bahnhof Reitmehring oder am Badria stehen zu lassen und mit dem Stadtbus in die Altstadt zu fahren. Der fährt bis nach Mitternacht.
Denn: Parkplätze sind während des Nationenfestes rares Gut. Dazu kommt, dass der Kernbereich der Altstadt, zwischen Ledererzeile und Rathaus, Festgelände ist. Autos sind in der Frauen-, Herren-, Färber- und Schustergasse, in der Salzsenderzeile, der Hofstatt und am Kirchhofplatz nicht gelitten.
Es sei denn, sie sorgen dafür, dass sich kleine Jungs beim Nationenfest den Traum vom Feuerwehrmann erfüllen.