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Aus dem Gemeinderat Pfaffing

Pfaffing zeigt Interesse an Rufbus Rosi: So soll es nun weitergehen

Der Vorsitzende des Vereins „Rosenheimer Nachtexpress“, Matthias Eggerl, beschreibt das Rosi-Modell.
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Der Vorsitzende des Vereins „Rosenheimer Nachtexpress“, Matthias Eggerl, beschreibt das Rosi-Modell.

Welche Vorteile könnte das Rufbussystem Rosi-Mobil im Pfaffinger Nahverkehr bieten? Warum Bürgermeister Josef Niedermeier dem aufgeschlossen gegenüber steht, erfahren Sie hier.

Pfaffing – Was bringt das Rufbussystem Rosi-Mobil im Pfaffinger Nahverkehr? Matthias Eggerl als Vorsitzender des Vereins „Rosenheimer Nachtexpress“ stellte dieses neue Angebot im Pfaffinger Gemeinderat vor, das seit Mai 2022 im östlichen Rosenheimer Landkreis verbreitet ist. Das Gremium möchte das zumindest weiterverfolgen.

Eggerl berichtete zunächst über die Idee und die Entstehung von Rosi. Angesiedelt, erklärte er, sei das zwischen Linienbus und Taxi mit festen Haltestellen bei flexiblen Fahrzeiten, um Lücken zu schließen, den ländlichen Raum aufzuwerten und ein Zweitauto zu ersetzen. Idealerweise buche man die Fahrt mit dem Handy und einer App darauf. Ein reiner Anruf sei aber auch möglich. Die Betriebszeiten bewegen sich von 7 bis 22 Uhr, samstags auch bis 5 Uhr. Während kurze Fahrten mit 2,50 Euro verhältnismäßig preiswert seien, gelte das für längere ab 15 Kilometer nicht mehr, „das ist auch nicht das Ziel“, so Eggerl, damit steuere man letztlich die gewünschte Nutzung.

Elf Gemeinden sind dabei

Aktuell seien elf Gemeinden dabei, fünf elektrisch betriebene Fahrzeuge, zum Teil behindertengerecht, haben bisher 700.000 Kilometer zurückgelegt, damit seien die anfangs kalkulierten 150.000 Kilometer weit übertroffen worden. Das habe sogar zu einem Erlös der Kosten durch die Fahrgäste von 20 Prozent gesorgt und damit einer Verdoppelung dieser Einnahmen.

Insgesamt, so Eggerl, sei ein Wachstum anzustreben und da biete sich vor allem der nördliche Landkreis an. Es gebe Gespräche mit Albaching, Soyen, Edling, Rott und Ramerberg mit zusammen 19.000 Einwohnern. Zwei kalkulierte Fahrzeuge kosten im Jahr 336.000 Euro abzüglich der verkauften Fahrkarten und einer Förderung. Die sinkt jährlich von 65 Prozent anfangs auf später 35 Prozent. „Das ist natürlich nicht wenig“, erklärte Eggerl, wenn Rosi abgelehnt werde, „liegt das an den Kosten“. Mit der Stadt Wasserburg gebe es Gespräche und Landkreisgrenzen seien auch zu überwinden. Die Haltestellen legen die Gemeinden selber fest. Im nächsten Schritt erfolgt eine genauere Kalkulation, dann könnten 2026 schon die Busse fahren, hofft Eggerl.

Manche haben kein Auto mehr

Bürgermeister Josef Niedermeier (FWF) stand dem aufgeschlossen gegenüber, er sah in der Gemeinde „einen Standortnachteil“, denn „manche haben kein Auto mehr“ und das könnte eine Lösung sein. Josef Rester (ÜWG) sprach den MVV an, dessen Tarifgebiet sich im Dezember ausweite. Doch das habe auf Rosi keinen Einfluss, beschied Eggerl. Zweite Bürgermeisterin Monika Kaspar (UBG) hinterfragte die Zahl von zwei Fahrzeugen. Es sei das Ziel, erklärte Eggerl, Fahrten innerhalb von 20 Minuten anbieten zu können, das strebe man auch an. Günther Tarantik (FWF) erkundigte sich nach festen Linien, etwa zum Bahnhof. Nein, lautete die Antwort, das solle „nicht parallel zum Bus“ laufen, es sei auf individuelle Fahrten ausgelegt. Haben mehrere Menschen dasselbe Ziel, seien auch Fahrgemeinschaften eine Option. „Das sollte landkreisübergreifend gedacht werden, sonst hat das wenig Sinn“, regte Tobias Forstner (ÜWG) an. Autos seien vielmehr in der Nutzung zu teilen, „dann werde man noch flexibler.“

Max Wegmaier (UBG) wollte noch weitere Anbieter berücksichtigt wissen. Für den Beschluss, daran „grundsätzlich interessiert“ zu sein und das „weiter zu verfolgen“ sprachen sich 14 gegen zwei Räte aus.

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