Erst über dem Schloßberg, später in Prutting
Polizeihubschrauber kreist über Rosenheim: Wen die Beamten suchten – Warum der Fall tragisch ist
Aufregung in der Region: In der Nacht auf Dienstag (13. Januar) haben gleich mehrere Bürger einen Polizeihubschrauber gesichtet. Was dahintersteckt – und wie die Ermittlungen laufen. Inzwischen konnte die Polizei Entwarnung geben.
Rosenheim – Am Schlossberg war er, später in Prutting und am Hofstätter See. So jedenfalls berichten es zahlreiche Leser. Einige von ihnen wurden aus dem Schlaf gerissen, andere verfolgten interessiert das Geschehen. Der Grund für die Aufregung – und den damit verbundenen Lärm: Ein Polizeihubschrauber, der am Montagabend (12. Januar) in der Region unterwegs war.
Junge Frau aus Rosenheim wird gesucht
„Der Hubschraubereinsatz hängt mit der derzeit laufenden Vermisstensuche zusammen“, erklärt ein Sprecher der Polizeiinspektion Rosenheim auf OVB-Anfrage. Erst Stunden zuvor hatte die Dienststelle einen Vermisstenfall gemeldet. Gesucht wurde nach einer 29-Jährigen aus Rosenheim. Sie wird der Polizei zufolge seit Montagnachmittag (12. Januar) vermisst. Wie die Polizeiinspektion Rosenheim mitteilt, verlor sich ihre Spur am Montag (12. Januar) gegen 11.30 Uhr. Seither fehlt von der jungen Frau jede Spur.
„Wir waren sowohl in Rosenheim als auch in Stephanskirchen unterwegs“, sagt der Polizeisprecher. Ein Hubschrauber werde deshalb eingesetzt, da man nicht nur großflächiger suchen kann, sondern mithilfe der Wärmebildkamera auch im Dunkeln nach der vermissten Person Ausschau halten kann. So heben sich Menschen durch ihre Körperwärme deutlich von der meist kühleren Umgebung ab.
Suchhunde ebenfalls im Einsatz
Auch Suchhunde seien bereits im Einsatz gewesen und würden wahrscheinlich auch am Dienstag (13. Januar) wieder nach der Vermissten suchen. „Wir haben bereits ihren letzten Aufenthaltsort überprüft, da war sie aber nicht“, sagt der Polizeisprecher. Was an diesem Fall besonders tragisch ist: Die 29-Jährige wurde im Oktober schon einmal als vermisst gemeldet.
Bei Arbeitsstelle unentschuldigt gefehlt
Nachdem sie an ihrer Arbeitsstelle unentschuldigt nicht erschienen war und seit einer WhatsApp-Nachricht kein Kontakt mehr bestanden hatte, wurde die 1,68 Meter große Frau als vermisst gemeldet. Zwei Tage später konnte die Polizei Entwarnung geben. Polizeikräfte fanden sie in einem Waldstück geschwächt und unterkühlt, jedoch augenscheinlich unverletzt. Sie wurde zur Behandlung in ein Krankenhaus eingeliefert. Jetzt fehlte von der 29-Jährigen erneut stundenlang jede Spur.
Am Dienstagnachmittag (13. Januar) konnte die Polizei jetzt allerdings Entwarnung geben. „Die 29-Jährige konnte nach einem Hinweis eines Passanten im Gemeindebereich von Stephanskirchen leicht verletzt aufgefunden werden“, teilt Hauptkommissar Michael Fritz in einer Pressemitteilung mit.
Anmerkung der Redaktion: Der Bericht wurde wegen eines Updates der Polizei am Dienstag (13. Januar) um 15.50 Uhr angepasst.