Das ändert sich 2025
Rosenheimer Herbstfest: Was teurer wird – und welche Neuheiten es gibt
Viele sind schon im „Wiesn-Fieber“ und freuen sich auf das Rosenheimer Herbstfest. Am 30. August geht es los. Jetzt steht fest, was 2025 alles geboten ist. Welche Neuheiten es auf dem Herbstfest gibt – und wo die Preise steigen.
Rosenheim – Für manche können die verbleibenden zwei Wochen bis zum Herbstfest Rosenheim nicht schnell genug vergehen. Für Klaus Hertreiter, Geschäftsführer des Wirtschaftlichen Verbands Rosenheim, gehören die beiden Wochen wahrscheinlich zu den stressigsten im ganzen Jahr. Zur Pressekonferenz und der Bekanntgabe der diesjährigen Neuerungen verspätet er sich um ein paar Minuten. „Es gab noch kurzfristige Änderungen bei den Buden. Den Plan müssen wir etwas verzögert nachreichen“, erklärt der Herbstfest-Chef den wartenden Pressevertretern im Glückshafen auf der Loretowiese, während er in den Raum eilt.
Terminlich alles beim Alten
Eine Sache, die unverändert bleibt, sind die Termine: Mittwoch bleibt Familientag mit ermäßigten Preisen bis 18 Uhr. Auch die Strecke vom Wiesn-Einzug der Brauereien, Wirte und Schausteller zusammen mit Musikkapellen und Traditionsvereinen bleibt die Gleiche. Vom Rosenheimer Bahnhof geht es über die Bahnhofsstraße zum Max-Josefs-Platz und über den Ludwigsplatz-Kreisel und die Kaiserstraße schlussendlich zur Loretowiese.
Neue Abfahrtszeiten des Wiesn Bockerls
Bei einer Konstante des Herbstfests gibt es allerdings eine Neuerung: Die Abfahrtszeiten des Wiesn Bockerl haben sich geändert. Dieses Jahr fährt der kostenlose Zug immer fünf Minuten nach halb vom Rosenheimer Hauptbahnhof los. „So ist die Zeit mehr an die Züge angepasst“, erklärt Hertreiter. Dadurch verschiebt sich auch die Abfahrtszeit vom Festplatz jeweils auf die volle Stunde. Die erste Bahn fährt um 11.35 Uhr vom Hauptbahnhof ab und die letzte um 18.35 Uhr.
Fahrgeschäfte werden überraschend teurer
Eine überraschende Änderung gibt es auch bei den Preisen der Fahrgeschäfte. Nach jahrelanger Konstanz steigen jetzt die Fahrtkosten: dieses Jahr müssen die Besucher 50 Cent mehr bezahlen. So liegt die Preisspanne beim Herbstfest 2025 zwischen zwei und vier Euro für eine Fahrt. Im Jahr zuvor waren es noch zwischen 1,50 und 3,50 Euro. Trotzdem betont Hertreiter: „Das ist immer noch ein starkes Angebot und sucht seinesgleichen europa- wenn nicht sogar weltweit.“
„Rotor“ feiert Comeback auf dem Herbstfest
Dieses Jahr gibt es auch einige Fahrgeschäfte, die wieder zurück in Rosenheim sind. Darunter auch „Rotor”. Die Attraktion war 2019 das bisher letzte Mal am Rosenheimer Herbstfest, wie Betreiberin Sandra Pluschies auf OVB-Anfrage mitteilt. Seit 1969 begeistert der Klassiker die Besucher mit einfacher Physik: Durch schnelle Rotation werden die Fahrgäste an die Innenwand eines großen Zylinders gedrückt. Gurt oder Sitze gibt es keine. „Die Besucher kleben wie Fliegen an der Wand – ohne Boden unter den Füßen”, erklärt die Schaustellerin. Ab acht Jahren dürfen Besucher ohne Begleitung die Schwerelosigkeit erleben.
Das Erlebnis sorgt für Nervenkitzel – und Nostalgie. „Wir haben ganz viele Großeltern, die mit ihren Enkelkindern kommen, um ihnen den Rotor zu zeigen”, betont Pluschies. Sie selbst habe das Fahrgeschäft von ihren Großeltern übernommen. „Ich hab als junges Mädchen mal geholfen und bin dann irgendwann mit eingestiegen”, erzählt Pluschies. Bis nächste Woche ist der Rotor noch am Sommerdom in Hamburg. Danach gehe es schnurstracks nach Rosenheim, sagt die Betreiberin.
Feuerwerk unter etwas anderen Bedingungen
Eine ähnliche Begeisterung wie für das Fahrgeschäft herrscht bei den Rosenheimern auch für das jährliche Feuerwerk am letzten Wiesn-Donnerstag (11. September). Im vergangenen Jahr wurde erstmals ein lärmreduziertes Feuerwerk ausprobiert und das hat laut Hertreiter gut funktioniert. „Wir müssen dieses Jahr nachjustieren, aber werden es vom Prinzip her beibehalten“, erklärt der Wiesn-Chef. Denn durch die leiseren und langsameren Effekte ist der allgemeine Feuerwerkseffekt anders, sagt Hertreiter.
Wiesn-Premiere: Fleischlose Leckereien, Spukhaus und ein neuer Stehbereich im Flötzinger
Wovon viele Vegetarier und auch Veganer begeistert sein werden, ist die neue Veggie-Hütte. Diese Bude bietet rein vegetarisch und veganes Essen an. Darunter auch Loaded Fries, also Pommes, auf die zusätzlich Käsesoße und andere Leckereien kommen. Aber auch sonst sei für jeden Geschmack etwas dabei, teilt der Wirtschaftliche Verband mit.
Ganz neu ist das Fahrgeschäft „Magic House“. Es feiert seine Premiere auf der Loretowiese und ist ein Laufgeschäft. Dabei können sich die Besucher ihren Weg durch das Haus bahnen und müssen überraschende Hindernisse überqueren. Besonders dabei sei die Mischung aus Gruselspaß, Spannung und optischen Illusionen. Durch den Gruselfaktor ersetzt es die Geisterbahn. Doch auch für die Kleinen gibt es ein Laufgeschäft mit weniger schaurigen Elementen – das „Action House“.
Auch im Flötzinger Festzelt gibt es eine Premiere – direkt neben der Musik ist ab diesem Jahr ein Stehbereich. Was es in der Auerbräu Festhalle schon länger gibt, wird jetzt auch bei der Flötzinger Familienbrauerei umgesetzt. Dabei dürfen die Gäste die Maß Bier für 13,10 Euro genießen. Beim Auerbräu kostet die Maß 12,80 Euro.
