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Bei einer Kundgebung der Friedensinitiative

Massive Polizeigewalt in Rosenheim? Demonstranten erheben schwere Vorwürfe – was bekannt ist

Bilder, die den Polizeieinsatz vom Samstag (19. Juli) zeigen. Zu sehen sind zahlreiche Beamte und Gegendemonstranten.
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Bilder, die den Polizeieinsatz vom Samstag (19. Juli) zeigen: Zu sehen sind zahlreiche Beamte und Gegendemonstranten.

Aufregung in Rosenheim: Am Samstag (19. Juli) sollen 30 Personen eine Kundgebung in der Innenstadt gestört haben. Die Polizisten mussten Schlagstöcke und Pfefferspray einsetzen. Jetzt erheben die Demonstranten schwere Vorwürfe gegen die Beamten. Zu Recht?

Rosenheim - Etwas verwundert war Veronika Herwegh dann doch. Sie hat – gemeinsam mit Peggy Galic und Florian D. Pfaff – die Rosenheimer Friedensinitiative gegründet. Am Samstagnachmittag (19. Juli) lud sie zum großen Friedensmarsch unter dem Motto „Widerstand jetzt - Nie wieder Krieg“ ein. Einmal quer durch die Innenstadt. Über 250 Menschen kamen der Einladung nach. Die Veranstalter waren zufrieden, bis sie aus den Medien erfuhren, dass es auf ihrer Kundgebung zu Ausschreitungen gekommen sein soll.

Mehrminütiger Stopp veranlasst

„Wir haben nur am Rande etwas mitgekommen“, sagt Herwegh auf OVB-Anfrage. In der Samerstraße habe die Polizei einen mehrminütigen Stopp veranlasst. Während die Teilnehmer sich daran aber nicht zu stören schienen, hatten die Beamten alle Hände voll zu tun. So jedenfalls geht es aus ihrem Bericht hervor.

30 vermummte Personen fielen auf

Gegen 16 Uhr sei es gewesen, als den Polizisten 30 schwarz gekleidete und teils vermutete Personen auffielen, die sich dem Demonstrationszug näherten. In ihren Händen hielten sie ein Banner. „Die Beamten zogen daraufhin zwischen den beiden Gruppen eine Polizeikette“, sagt Hauptkommissar Robert Maurer. Die Demonstranten, die sich laut Polizei überwiegend der linken Szene zuzuordnen lassen, hätten anschließend versucht, die Polizeikette zu durchbrechen.

Einsatzkräfte wurden körperlich angegriffen“, sagt Maurer. Nur durch den Einsatz von Schlagstöcken und Pfefferspray hätte verhindert werden können, dass die Polizeikette durchbrochen wurde. Insgesamt wurden Maurer zufolge 28 Personen festgenommen. Ermittlungsverfahren wegen Landfriedensbruch, Körperverletzung sowie tätlichen Angriffs gegen Vollstreckungsbeamte wurden eingeleitet.

Massive Polizeigewalt?

Soweit die Schilderungen vonseiten der Polizei. Etwas anders äußern sich die Demonstranten, die Teil des Offenen Antifaschistischen Plenums (OAP) sind. Sie sprechen von „massiver Polizeigewalt“, geben an, von den Beamten „unvermittelt angegriffen worden zu sein“. Ihre Absicht sei lediglich gewesen, gegen den „Friedensmarsch“ zu demonstrieren.

„Bei dieser Initiative handelt es sich um eine Querfront aus Verschwörungstheoretikern, die versucht, ahnungslose Bürger in die rechte Szene zu ziehen“, heißt es vonseiten der Aktivisten. Nur darauf habe man aufmerksam machen wollen. „Doch bevor irgendetwas passieren konnte, trat die Polizei unvermittelt aggressiv gegen die friedlichen Personen auf“, heißt es in der Pressemitteilung.

Schlagstöcke und Pfefferspray?

Die Aktivisten seien „massiv von der Polizei angegriffen worden“, die laut OAP Schlagstöcke und Pfefferspray einsetzten. Dadurch sei es bei einigen Aktivisten zu Augenreizungen und Prellungen gekommen. Auch ein Krankenwagen sei ihnen zufolge vor Ort gewesen.

Lob vonseiten des Veranstalters

Was genau sich am Samstagnachmittag wirklich zugetragen hat, ließ sich einen Tag später noch nicht abschließend klären. Auch weil die Teilnehmer des Friedensmarsches angaben, nichts mitbekommen zu haben. „Die Einsatzkräfte haben einen sichtbar guten ‚Job‘ gemacht und sind ihrer Aufgabe des Versammlungsschutzes in vorbildlicher Weise nachgekommen“, sagt Veronika Herwegh lediglich auf OVB-Anfrage.

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