Lkw bleibt in Unterführung in Rosenheim stecken
So aufwendig war der Einsatz in der Schlößlstraße und so viel kostet die Fehleinschätzung
Rosenheim – Ein folgenschwerer Unfall ereignete sich am Montagabend (18. Dezember) an der Bahn-Unterführung in der Schlößlstraße. Dort blieb ein Lkw mit seinem Auflieger regelrecht „stecken“.
Ersten Erkenntnissen der Rosenheimer Polizei zufolge war ein 52-Jähriger aus Rumänien mit seinem Lastwagen gegen 18.30 Uhr auf der Schlößlstraße (Kreisstraße RO19) von Rosenheim in Richtung Großkarolinenfeld unterwegs, als es zu dem Unfall kam. „Der Fahrer näherte sich der dortigen Bahnunterführung und erkannte zu spät, dass die Ausmaße seines Gespanns für die Durchfahrt zu hoch sind“, teilten die Beamten am Dienstagmorgen (19. Dezember) in einer Pressemitteilung mit. rosenheim24.de hatte bereits darüber berichtet.
Die Folgen waren schwerwiegend: Als das Gespann in die Unterführung einfuhr, machte es einen heftigen „Ratsch“ – und das Gespann blieb stecken. Dabei wurden der obere Teil des Lkw-Anhängers erheblich und auch die Brücke selbst beschädigt. Auch Verkehrszeichen und/oder Warnbaken wurden in Mitleidenschaft gezogen. Ersten Schätzungen der Polizei zufolge beläuft sich der Schaden auf mindestens 70.000 Euro.
Lkw bleibt in Unterführung in Schlößlstraße in Rosenheim stecken




Auch Bahnverkehr vorübergehend eingestellt
Für den Lastwagen ging es in der Folge weder vor noch zurück. Deswegen wurde die Straße komplett gesperrt – und auch der Bahnverkehr auf der Strecke Rosenheim - München für rund zwei Stunden teilweise eingestellt. Die Feuerwehr und ein örtliches Abschleppunternehmen kümmerten sich anschließend um die Bergung des havarierten Fahrzeuges. Während die Zugmaschine selbstständig in Richtung Großkarolinenfeld aus der Unterführung ausfahren konnte, musste der Auflieger aufwändig herausgezogen werden.
Straße blieb bis 22 Uhr gesperrt
Der Fahrer blieb zum Glück unverletzt. Allerdings kassierte er eine Ordnungswidrigkeitenanzeige. Die Schlößlstraße konnte schlussendlich erst gegen 22 Uhr wieder für den Verkehr freigegeben werden. Mitarbeiter der Deutschen Bahn wollen nach Polizeiangaben die Statik der Brücke nun im Nachgang genau prüfen.
Dieser Unfall ist übrigens nicht der erste seiner Art. Nach Eröffnung eines weiteren Abschnittes der Westtangente war im November ein Fahrer aus Innsbruck mit einem Betonpumpen-Lkw gegen die dortige Unterführung gerauscht. Auch darüber hatte rosenheim24.de berichtet. Bereits damals entstand an den Einrichtungen der Brücke ein Schaden von rund 30.000 Euro.
mw