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Vier Mehrfamilienhäuser beantragt

Keine Straße, kein Wasser, kein Abwasser – keine Genehmigung? So steht es um Priener Wohnanlage

Eine Sackgasse in einem Wohngebiet in Prien
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Im Schwalbenweg ist die Welt zu Ende – zumindest für Autos, die dann nicht mehr weiter kommen. Hier will ein Bauherr Zufahrt, Wasser und Abwasser für zwei Mehrfamilienhäuser regeln.

Wohnungen sind in der Marktgemeinde gefragt und dementsprechend teuer. Gebaut werden dürfen sie aber nicht um jeden Preis. Auch nicht, wenn es 21 auf einen Streich werden sollen. Wie es nun weitergehen soll.

Prien – Mal vier Gebäude, dann sechs Gebäude, dann wieder vier Gebäude – ein Bauvorhaben an der Neugartenstraße beschäftigt Verwaltung und Marktgemeinderäte schon geraume Zeit. Um genau zu sein: seit gut drei Jahren.

Es gibt einen Vorbescheid vom Oktober 2021. Schon damals der Knackpunkt: Die Erschließung von zwei der vier geplanten Gebäude. Die beiden Baukörper im Westen sind inklusive Zufahrt zu den Tiefgaragen über die Neugartenstraße erschlossen, die beiden Baukörper im Osten hingegen nicht. Der potentielle Bauherr erklärte, die Erschließung über den Schwalbenweg regeln zu wollen. Er bekam einen positiven Vorentscheid. Dann tat sich nichts.

Zwei Jahre später kam der Bauwerber und wollte sechs Gebäude auf das Grundstück zwischen Neugartenweg und Bahnstrecke München-Salzburg stellen. Was der Bau- und Umweltausschuss des Marktes ablehnte. Seitdem habe man vom Bauherrn nichts mehr gehört, so Bürgermeister Andreas Friedrich, außer „einem empörten Anruf, was das denn solle“. Friedrichs Konter: Die Erschließung des östlichen Grundstücksteiles ist immer noch nicht geregelt, also geht nichts.

So zugewachsen war das Grundstück zwischen Neugartenstraße und Schwalbenweg (Bildmitte) bisher. Jetzt ist es weitgehend leer.

Das Problem des Bauherrn: Er möchte aus dem Norden über den Schwalbenweg erschließen. Ein Teil der dafür benötigten Grundstücke sind aber nicht als öffentliche Verkehrsfläche gewidmet. Hinzu kommt, dass der Anschluss an die Wasserleitung und den öffentlichen Kanal nur über ein Nachbargrundstück möglich ist. Und diese Nachbarn wollen keine 21 Wohnungen in vier Gebäuden mit vier Tiefgaragen in der Nachbarschaft. Also fehlt die Erschließung der beiden östlichen Gebäude nach drei Jahren immer noch.

Das war auch der Grund für den Bau- und Umweltausschuss, den Bauantrag abzulehnen. Einstimmig. Noch hat der Investor Optionen: Er einigt sich zum Beispiel mit den Anliegern am Schwalbenweg und kann von dort aus den östlichen Grundstücksteil erschließen. Oder er versucht, die Erschließung aller vier Gebäude über die Neugartenstraße hinzubekommen. Und reicht dann einen entsprechend geänderten Bauantrag ein.

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