Umbruch in der Stadt
Mode-Riese zieht aus, Beauty-Expertin kommt: Was jetzt in der Rosenheimer Innenstadt passiert
In der kleinen Fußgängerzone in Rosenheim gibt es einen neuen Leerstand: Die Modegeschäfte „Vero Moda“ und „Jack & Jones“ haben seit Samstag (11. April) offiziell geschlossen. Über die Gründe – und über welche Neueröffnung sich die Rosenheimer freuen können.
Rosenheim – Die Schilder waren nicht zu übersehen: An den Schaufenstern des Damenmodegeschäfts „Vero Moda“ hingen rote Aufkleber. Sie werben für Rabatte von bis zu 70 Prozent, machen gleichzeitig aber auch darauf aufmerksam, dass die Filiale geschlossen wird. Seit Samstag (11. April) ist offiziell Schluss. „An dem Tag hatten wir unseren letzten verkaufsoffenen Tag“, sagt eine Mitarbeiterin auf OVB-Anfrage. Seitdem sind sie und ihre Kollegen damit beschäftigt, die Fläche leerzuräumen und Waren zu verschicken.
„Vero Moda“ und „Jack & Jones“ teilen sich den Standort in Rosenheim schon seit Längerem. Beide Marken gehören zum dänischen Modekonzern „Bestseller“, der 1975 gegründet wurde und international tätig ist. Zum Portfolio zählen unter anderem auch Labels wie „Only“ und „Vila“.
Zwei Filialen, statt geteilte Fläche
Die Rosenheimer müssen aber auch in Zukunft nicht auf die beiden Marken verzichten. „Wir wechseln den Standort“, sagt die Mitarbeiterin. Wohin die Geschäfte ziehen, kann sie derzeit noch nicht verraten. Auch, wann wiedereröffnet wird, weiß sie nicht. Was sie allerdings verrät: „Jack & Jones und Vero Moda werden sich keine Fläche mehr teilen“, sagt sie. Es werde in Zukunft also zwei Filialen geben. Wie es mit dem Standort an der Münchener Straße 7 weitergeht, darüber liegen der Redaktion noch keine Informationen vor.
Kosmetikstudio an der Burgermühle
Und auch An der Burgermühle 4 in Rosenheim tut sich was. Dort eröffnet am Samstag (18. April) das Kosmetikstudio „IQ Aesthetics“. „Rosenheim ist für mich nicht nur ein Standort, sondern ein vertrautes Umfeld. Ich bin hier seit über 20 Jahren tätig und habe erlebt, wie sich die Bedürfnisse im Bereich Haut, Gesundheit und Ästhetik verändert haben“, sagt Inhaberin Svenja Bartl-Fahrtmann auf OVB-Anfrage.
Ihr Ziel sei es gewesen, einen Ort zu schaffen, der über klassische Kosmetik hinausgeht. Auf einer Fläche von rund 50 Quadratmetern bietet sie neben ästhetischen Behandlungen wie Faltenbehandlungen und Skin Treatments auch regenerative Verfahren wie Microneedling oder Polynukleotide, Permanent Make-up sowie Infusionstherapie an.
Feine, gezielte Optimierungen
„Die Nachfrage steigt definitiv“, sagt Svenja Bartl-Fahrtmann. Während bei den Behandlungen früher starke Veränderungen im Vordergrund standen, gehe es jetzt vielmehr um „feine, gezielte Optimierungen“. Eine Rolle spielt ihr zufolge auch Social Media. „Das Thema wird dadurch sichtbarer“, sagt die Inhaberin. Gleichzeitig sei aber auch das Bewusstsein gewachsen. Viele Menschen würden sich intensiv informieren und setzen eher auf natürliche Ergebnisse als auf künstliche Effekte.
Frisches Erscheinungsbild gewünscht
„Für mich geht der Trend klar in Richtung weniger, aber besser“, sagt sie. Viele ihrer Kunden wünschen sich keine Veränderung im klassischen Sinne, sondern eher ein „frisches, natürliches Erscheinungsbild“ und gleichzeitig mehr Energie und Wohlbefinden. „Ich rate grundsätzlich zu Behandlungen, die die Hautqualität verbessern und die eigenen Strukturen unterstützen – also zu regenerativen und aufbauenden Verfahren. Je früher man beginnt, die Haut gesund zu erhalten, desto weniger muss man später korrigieren“, so der Tipp der Expertin.
Zwei weitere Unternehmerinnen im Boot
Neben Bartl-Fahrtmann haben mit Heilpraktikerin Yvonne Ortmeier und Life Coach Sylvie Ortner zwei weitere selbstständige Unternehmerinnen ihren Sitz in der Burgermühle 4. Zur offiziellen Eröffnung gibt es am Samstag (18. April) einen Tag der offenen Tür. Beginn ist um 14 Uhr. Bei einem Umtrunk haben Interessierte die Gelegenheit, die neuen Räume kennenzulernen, persönliche Gespräche zu führen und sich selbst ein Bild vom ganzheitlichen Konzept zu machen.

