Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Grenzüberschreitendes Angebot

Fahrradverleih-System „RegioRad“ soll in Kiefersfelden Verkehr entlasten

Das in Kufstein erfolgreich etablierte Radverleihsystem RegioRad könnte auch in Kiefersfelden bald zum Einsatz kommen.
+
Das in Kufstein erfolgreich etablierte Radverleihsystem RegioRad könnte bald auch in Kiefersfelden zum Einsatz kommen.

Um den Verkehr zu reduzieren, will Kiefersfelden in ein öffentliches Fahrradverleih-System investieren. Im Nachbarort Kufstein ist das System bereits in Betrieb. Wie viel Stationen und Leih-Fahrräder angedacht sind und was das die Gemeinde kosten würde.

Kiefersfelden – „Die Reduzierung des Verkehrs ist und bleibt ein Schwerpunktthema in unserem Ort.“ Mit diesem Leitgedanken stieg Bürgermeister Hajo Gruber (UW) bei der jüngsten Gemeinderatssitzung in das Thema „RegioRad“ ein. Das System der kostengünstigen Kurzleihe von Rädern, die an bestimmten Örtlichkeiten an allen neuralgischen Punkten bereitstehen, wird im Nachbarort Kufstein schon seit zwei Jahren erfolgreich genutzt. Dort gibt es 22 Stationen mit insgesamt 110 Rädern. In dieser Zeit wurden über 90 000 Mal Räder geliehen, um kurz mal von A nach B zu kommen.

Für den ersten und letzten Kilometer

Im Kern handelt es sich um ein öffentliches stationsbasiertes Fahrradverleihsystem, das den ersten und letzten Kilometer bei der Nutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln abdecken soll. Gruber: „Oft hat man das Rad eben nicht an dem Ort, an dem man es braucht. Ich denke auch daran, dass Schüler mal eben so ein Rad nehmen, statt sich von den Eltern am Bahnhof abholen zu lassen.“

Deshalb wird angedacht, in Kiefersfelden an bis zu zehn zentralen Stationen 30 Räder bereitzustellen. Das Unternehmen „RegioRad“ stellt die Logistik samt robusten Rädern, ein Serviceunternehmen sorgt für den reibungslosen Ablauf und die Instandhaltung.

Der Service kostet der Gemeinde natürlich Geld. Dank Förderung schlägt die Erstausstattung statt mit über 40 000 Euro mit rund 27 000 Euro zu Buche. Dann folgen jährliche Kosten für die Gemeinde von rund 20 000 Euro bei einer Laufzeit von mindestens fünf Jahren.

Einnahmen würden sich aus den Leihgebühren und eventuellen Sponsoring- Beiträgen von örtlichen Firmen ergeben. Grundsätzlich berechnet man dem Nutzer für 30 Minuten einen Euro, eine Stunde kostet zwei Euro, ein ganzer Tag 15 Euro. In Kufstein gibt es über die Bürgerkarte der Stadt Vorteilstarife. Da kostet die erste halbe Stunde nichts. Ausgeliehen und abgebucht wird alles per Handy und App.

Käme es zur Umsetzung, wäre Kiefersfelden der erste Ort mit grenzüberschreitendem Verbund. RegioRad soll nach Wunsch der Unternehmens zudem auch in Ebbs, Erl und Oberaudorf entstehen. Gruber: „Ich glaube, er wäre gut für unsere Gemeinde.“ Dem schloss sich auf der Gemeinderat einstimmig an. Sie gaben dem Unternehmen das Signal, grundsätzlich daran interessiert zu sein. Wie es dann im Einzelnen umgesetzt wird, bedarf noch einiger Planung.

Kommentare