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Gute Vorsätze einhalten

Neujahrs-Boom in regionalen Fitnessstudios: Wo die Studios überlaufen sind – was Experten raten

Ein Fitness-Trainer steht in einem modernen Fitnessstudio und berät eine ältere Frau, die an einem Trainingsgerät sitzt. Im Hintergrund sind weitere Personen zu sehen, die ebenfalls mit Fitnessgeräten trainieren. Der Raum ist hell und freundlich gestaltet, mit Holzfußboden und großen Fenstern.
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Ganzheitlich fit in jedem Alter: Heidi (68), Michael (70) und Elisabeth (60) trainieren an den Geräten der Fitnessalm Bad Endorf gemeinsam mit Junior-Chef Mario Danzl.

Mehr Sport, weniger Stress, mehr Bewegung: Gute Vorsätze für 2026 sind schnell gefasst. Im Januar platzen die Fitnessstudios aus allen Nähten. Doch wie steht es um das Durchhaltevermögen? Experten aus der Region geben Tipps, damit die Motivation nicht schon nach kurzer Zeit wieder nachlässt.

Bad Endorf/Prien/Stephanskirchen – „Es ist wie fast jedes Jahr“, sagt Franz Danzl, der das Fitnessstudio „Fitness-Alm“ 1987 gründete und die Branche seit 40 Jahren kennt. „Die sportliche Betätigung steht ganz oben auf der Liste der Neujahrsvorsätze.“ Rund um den Jahreswechsel verzeichnet die Fitness-Alm 70 bis 80 Neuanmeldungen. Doch Danzl weiß aus langjähriger Erfahrung: „Die Kunst liegt nicht im Anfangen, sondern im Durchhalten.“

Nicht nur in Bad Endorf, sondern auch in Prien am Chiemsee ist zum Jahresbeginn ein spürbarer Anstieg der Motivation zu verzeichnen. Peter Grimm, Fitnesstrainer im X-Pack-Fitnessstudio, bestätigt, dass es zum Jahreswechsel zu einem deutlichen Zuwachs an Neumitgliedern kommt. „Ich freue mich als Fitnesstrainer natürlich über jedes neue Mitglied in unserem Club und stehe selbstverständlich immer gerne mit Rat und Tat zur Seite.“

Auch Samuel Ackermann, Fitnessfachwirt und Regionalleiter der Fitnesskette „Now Fit“, hat alle Hände voll zu tun. „Januar und Februar sind die stärksten Monate. Besonders ab dem 7. Januar, wenn die Ferien in Bayern enden, herrscht in all unseren Studios Hochbetrieb“, sagt Ackermann. Dabei geht es nicht nur um Neumitglieder: Auch viele bestehende Mitglieder reaktivieren nun ihre Vorsätze, um fit ins Jahr 2026 zu starten.

Melissa (28) trainiert gemeinsam mit Mario Danzl, Junior-Chef der Fitness-Alm Bad Endorf.

Regionaler Erfolgstipp: Erreichbarkeit ist alles

Doch warum schaffen es manche Menschen, durchzuhalten, während andere bereits im Februar aufgeben? Für Samuel Ackermann spielt dabei die Lage des Fitnessstudios eine entscheidende Rolle im Kampf gegen den inneren Schweinehund. „Wichtig ist, dass sich der Studiobesuch problemlos in den Alltag integrieren lässt. Wer in der Region lebt oder arbeitet, sollte ein Studio wählen, das entweder in Wohnortnähe liegt oder direkt auf dem Arbeitsweg“, erläutert der Fachwirt.

Egal, wo man trainiert – ein kurzer Anfahrtsweg ist oft der entscheidende Faktor für den Erfolg. Ackermann beobachtet diesen Zusammenhang seit Jahren: „Wer die Trainingstasche im Auto hat und nach der Arbeit kurz ins Studio fährt, bleibt eher dran.“

Michael (70) trainiert gemeinsam mit Franz Danzl, Senior-Chef der Fitness-Alm Bad Endorf

Neben Standort und Trainingsumfang spielt auch die Wahl des richtigen Studios eine wichtige Rolle. Samuel Ackermann hat einen klaren Rat für alle Unentschlossenen in der Region: „Schauen Sie nicht nur auf die Hochglanzfotos im Internet! Vereinbaren Sie stattdessen ein Probetraining in einem unserer Studios.“ Wichtig sei, wie man begrüßt wird und ob vor Ort Experten sind, die eventuelle Trainingsfehler korrigieren können.

Kontinuität statt Überforderung

Generell rät Franz Danzl Einsteigern dazu, langsam zu beginnen und die Intensität stetig zu steigern. Danzls persönlicher Tipp für das neue Jahr: Regelmäßigkeit ist der Schlüssel, um Motivation und Freude am Sport langfristig zu sichern. Ackermann ergänzt: „Lieber zweimal die Woche mit gutem Gewissen als fünfmal in der Woche mit Gewalt. Das Ziel muss realistisch bleiben.“

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